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Moody's und S&P Türkei kündigt Vorgehen gegen Ratingagenturen an

Wegen der politischen Turbulenzen hat Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit der Türkei heruntergestuft. Moody's könnte am Mittwoch nachziehen. Das will sich Ankara allerdings nicht einfach so gefallen lassen.

Türkei - „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“

Istanbul In der Türkei nimmt die Regierung nach einer Herunterstufung ihrer Kreditwürdigkeit die Ratingagenturen ins Visier. Es seien Schritte erforderlich, um die Agenturen von „fehlerhaften Entscheidungen“ abzuhalten, sagte Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek am Mittwoch in einem auf CNN Turk übertragenen Interview. Es gebe keinen Grund, die Bonität der Türkei schlechter einzuschätzen.

Derzeit befinde sich eine Delegation der Agentur Moody's in der Türkei, sagte Simsek. Ein Treffen sei noch für Mittwoch geplant. Die Agentur hatte angekündigt, ihr Rating zu überprüfen.

Standard & Poor's (S&P) hatte nach dem Putschversuch vom 15. Juli der Türkei eine schlechtere Note gegeben und vor einer weiteren Herabstufung gewarnt. Der Schritt stieß in der Türkei auf Kritik. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete ihn als politische Entscheidung.

Mehr als 40.000 Festnahmen in der Türkei
Zehntausende Türken von Säuberungswelle betroffen
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach dem gescheiterten Militärputsch im Juli hart durgegriffen. Von der „Säuberungswelle“ sind bislang Zehntausende Menschen betroffen. 79.900 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes hätten ihre Jobs verloren, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am späten Mittwochabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

(Foto: AFP)
Mehr als 40.000 Menschen festgenommen
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40.029 Menschen seien festgenommen worden, gegen 20.355 von ihnen sei Haftbefehl ergangen, sagte Yildirim weiter.

(Foto: dpa)
Zahlreiche Firmen geschlossen
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Zudem wurden 4262 Firmen und Einrichtungen geschlossen, weil sie mit dem Prediger Fethullah Gülen zusammengearbeitet haben sollen. Die türkische Regierung sieht Gülen als Drahtzieher des Putsches.

(Foto: dpa)
Tausende Unternehmen müssen noch zittern
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Ermittler des  Finanz-, Innen- und Justizministeriums seien dabei, rund 4000 Gülen-nahe Firmen und Organisationen zu durchleuchten, schrieb kürzlich die regierungsnahe Zeitung „Sabah“. Unternehmer, die Gülen finanziell unterstützten, müssen mit Anklagen wegen Geldwäsche und Beihilfe zum Terrorismus rechnen. Betroffen von den Säuberungen in der Geschäftswelt war unter anderem der Boydak-Konzern. Das Familienunternehmen ist im Energie- und Finanzsektor aktiv. Der Firmenchef Mustafa Boydak und weitere Manager des Familienunternehmens wurden festgenommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

(Foto: dpa)
Säuberungen betreffen auch die Finanzwelt
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Die Behörden hatten bereits unmittelbar nach dem Putschversuch Gülens Finanznetzwerk ins Visier genommen und die Bank Asya geschlossen. Das wichtigste Geldinstitut der Bewegung soll liquidiert werden.

(Foto: Reuters)
Angebliche Gülen-Anhänger im Visier
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Die von Erdogan durchgesetzten „Säuberungen“ richten sich gegen Anhänger von Fethullah Gülen (Foto) in Polizei, Militär, Justiz, Verwaltung, Bildungswesen und Medien.

(Foto: AFP)
Zahlreiche Zeitungen geschlossen
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Mehr als 130 Zeitungen und andere Medien wurden ebenso geschlossen wie Schulen und Universitäten. Gegen Dutzende regierungskritische Journalisten gab es Haftbefehle.

(Foto: dpa)
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