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Moskau Zehntausende demonstrieren gegen Putin

In Moskau und anderen russischen Städten sind zahlreiche Menschen gegen die Dauerherrschaft ihres Präsidenten auf die Straße gegangen. Es ist die erste Großkundgebung seit Monaten. Das Polizeiaufgebot ist gewaltig.
15.09.2012 - 14:37 Uhr 13 Kommentare

Proteste in Moskau

Moskau Mit einem Protestmarsch haben Zehntausende russische Regierungsgegner in Moskau gegen Kremlchef Wladimir Putin demonstriert. Einer der Oppositionsführer sprach am Samstag von bis zu 100 000 Teilnehmern, die Polizei hingegen von lediglich 11.000 Demonstranten.

Die zerstrittene Opposition formierte sich in Blöcken für den „Marsch der Millionen“, zu dem die Behörden 25.000 Menschen zugelassen hatten. In lauten Sprechchören forderte die Menge immer wieder „Russland ohne Putin“, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur dpa berichtete.

Ein massives Aufgebot von 7.000 Sicherheitskräften sollte während der ersten Großdemonstration seit drei Monaten für Ordnung sorgen. Über dem Protestmarsch kreiste ein Polizeihubschrauber. Erstmals beteiligte sich auch die Kommunistische Partei an den Protesten, für die im Stadtzentrum Straßen weiträumig gesperrt wurden.

Neben linken, rechten und liberalen Gruppen nahmen auch Schwule und Lesben teil. Anhänger der Punkband Pussy Riot demonstrierten mit bunten Luftballons für die Freilassung von drei inhaftierten Mitgliedern der Gruppe und anderer politischer Gefangener. An der Spitze der Kundgebung marschierten prominente Regierungsgegner wie Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow, der frühere Vizeregierungschef Boris Nemzow und der Blogger Alexej Nawalny.

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    In der Touristenmetropole St. Petersburg gingen ebenfalls zahlreiche Regierungsgegner auf die Straße. Auch in anderen Städten gab es Proteste, an denen sich nach Polizeiangaben jeweils einige Dutzend Menschen beteiligten. Festnahmen gab es zunächst nicht.

    • dpa
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    13 Kommentare zu "Moskau: Zehntausende demonstrieren gegen Putin"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich erinnere mich an das extem hohe Polzeiaufgebot bei der Ocupy Bewegung. Muß irgendwie im Bereich 1 : 2 gewesen sein. Alos deutlich weniger als sagen wir mal 7.000 : 20.000 !
      Ich hoffe für Herrn Putin, daß er recht lange durchhält. Er ist für mich schlichtweg die Hoffung in der Brandung. Russland kann Syrien und Iran nicht aufgeben, daß es sonst als nächtes drann ist ! Der "Westen" unterstützt die blutrünstigen Rebellen. Entweder wird dort unter unendlichem Leid der Menschen bis zum letzen Mann gekämft oder es gibt den dritten Weltkrieg. Putin hat eine sehr schwere Aufgabe zu erledigen, ich wünsche ihm und uns, daß er erfolgreich ist.

    • Wurde eigentlich schon erwähnt, daß die Demonstration mit allen gehaltenen Reden live im Fernsehen übertragen wurde?
      Kennen wr das auch schon aus den Beteiligten der EU-Diktatur?
      Es ist zudem keine einzige Auseinandersetzung mit den 7000 Polizisten bekannt geworden. Ist es nicht so, daß alleine 15000 Polizisten im Wendtland anrücken für einen Atommülltransport? Haben nicht zwei Drittel der Bevölkerung gerade Putin gewählt, weil er die Ausbeutung durch Oligarchen beendet hat? Ist es nicht vielmehr so, daß hierzulande die Ausbeutung von Rentnern und kleinen Arbeitnehmern gnadenlos weiter geht?

    • Wurde eigentlich schon erwähnt, daß die Demonstration inklusive aller gehaltenen Reden live im Fernsehen übertragen wurde? Kennen wir so etwas denn auch schon aus den Beteiligten der EU-Diktatur? Bleibt noch zu erwähnen, daß nicht eine einzige Auseinandersetzung mit den 7000 Polizisten bekannt wurde. Braucht man nicht hierzulande schon alleine 15000 Polizisten in Niedersachsen für einen Atommülltransport? Mindestens zwei Drittel der russischen Gesellschaft wissen sehr genau, warum Sie den Mann gewählt haben der die Ausbeutung durch Oligarchen beendet hat, besonders auch die Rentner, die hierzulande wie auch kleine Arbeitnehmer weiterhin gnadenlos ausgebeutet werden.

    • @toeasyway
      meinst du Garri Kasparow alias Garik Weinstein

      Wir könnten über einen Putin froh sein, der russische Held verhindert letztendlich die unter Jelzin weit fortgeschrittene Ausplünderung des russischen Volkes durch die Oligarchen.
      Logisch das er seinen weltweit vernetzten Gegnern im Wege steht.

      @wikipedia
      Während der 1990er Jahre bezeichneten sich dort kleine Gruppen von Personen als Oligarchen, die extrem reich geworden waren und damit begannen, Massenmedien zu kontrollieren und politischen Einfluss auszuüben.


    • @toeasyway

      Wahre Worte! Sie haben völlig Recht!

    • Hier wollen wohl ein paar Leute den Teufel mit dem Beelzebub austreiben und dabei mitten in ein Schlachtfeld geraten, von dessen Folgen sie offensichtlich keine Ahnung haben.

    • Hier wollen wohl ein paar Leute den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

    • Was ist denn Dein Problem ...?

    • Jupiter24
      solange in Israel und den USA Kriegsgeile Politiker und Lobbyisten das sagen haben ,hoffe ich das Putin noch lange
      Präsident von Russland ist. Ich kann dann einfach etwas
      ruhiger schlafen.

    • Putin hat in Deutschland viele Freunde - vor allem im Osten und auf dem Land. Lediglich die Internetzensur verhindert einen grundsätzlichen Stimmungsschwenk.
      Am PC läßt sich leicht klicken, aber nichts steuern. der Georgien-Skandal ist noch vielen in Erinnerung, und nun wird auch die Ukraine in einen verschärften Anti-EU-Kurs gehen, denn Lukaschenko wird sich vor Gericht verantworten müssen. Es gibt neue Indizien für ihre Mittäterschaft an einem Auftragsmord.
      Die Ukraine geht auch verloren und in Spanien und Griechenland finden dauernd Massendemonstrationen statt, ohne daß hier davon berichtet würde.
      Und Dänemark und Schweden schweigen leise vor sich hin. Der Euro jedenfalls ist da überhaupt kein Thema.

      Westliche Toleranz–ein Weg zur Sklaverei - Nachrichten aus der Ukraine

      In einer anderen russischen Tageszeitung las ich, daß Historiker den Sieg über Napoleon in eine Reihe mit dem Sieg über Hitler setzen.
      Die beiden Großkotze sind gescheitert und der dritte folgt.

      Die Anziehungskraft der EU für Nichtmitglieder ist heute bei Null und der postsowjetische Raum gewinnt stetig an Attraktivität.

      Die Demonstration war vor allem bestimmt von Kommunisten und Nationalisten. Die sog. Liberalen (oligarche Kräfte) sind eine verschwindende Minderheit und haben in Russland überhaupt gar keine Chance. Die segeln im Windschatten nur hinterher.

      Willkommen in der Wirklichkeit.


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