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Münchener Sicherheitskonferenz Chinesischer Außenminister wirft USA „Schmierenkampagnen“ vor

Nach heftiger Kritik von zwei US-Ministern greift Chinas Außenminister Wang Yi nun seinerseits die USA an. Man werde sich von keiner Macht der Welt aufhalten lassen.
15.02.2020 - 13:31 Uhr Kommentieren
Alle Beschuldigungen gegen China seien Lügen, sagte der chinesische Außenminister in München. Quelle: AFP
Chinas Außenminister Wang Yi

Alle Beschuldigungen gegen China seien Lügen, sagte der chinesische Außenminister in München.

(Foto: AFP)

München Der chinesische Außenminister Wang Yi hat den USA „Schmierenkampagnen“ gegen China vorgeworfen. Damit reagierte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag auf Kritik der US-Minister für Äußeres und Verteidigung, Mike Pompeo und Mark Esper. „Grundsätzlich kann ich sagen, dass alle Beschuldigungen gegen China Lügen sind“, sagte Wang laut offizieller Übersetzung. Nur wenn man die Kritik auf die USA selbst anwende, „dann werden die Lügen vielleicht zu Tatsachen“.

Die beiden US-Minister hatten zuvor heftig gegen China ausgeteilt und die westlichen Partner unter anderem vor der chinesischen 5G-Technologie oder den Handelspraktiken Pekings gewarnt: „Wir müssen als internationale Gemeinschaft aufwachen“, sagte Esper. „Wir suchen nicht den Konflikt mit China.“ Aber das asiatische Land müsse sich an die Regeln halten und die Souveränität anderer respektieren.

Außenminister Mike Pompeo warnte vor chinesischen Technologiefirmen, die „Trojanische Pferde“ chinesischer Geheimdienste seien. Die USA seien jedoch aufgewacht und stellten sich nun gegen die aggressive Handelspraktiken Chinas sowie gegen die militärische, diplomatische und wirtschaftliche Haltung des Landes.

Wang sagte zu den beiden Reden: „Sie haben ihre Schmierenkampagnen und ihre Kritik an China wieder einmal wiederholt.“ Die USA akzeptierten „keine Erfolge eines sozialistischen Landes in den USA, aber das ist ungerecht.“ Chinas Modernisierung sei ein unumkehrbarer Trend. „Wir werden uns von keiner Macht auf der Welt aufhalten lassen.“

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    • dpa
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