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Nach Arabischem Frühling Lybien versinkt in Gewalt und Terror

Mordende Rebellen, brennende Ölraffinerien und eine machtlose Regierung: Die Revolution in Libyen frisst ihre Kinder. Ein Ende der Gewaltspirale ist nicht in Sicht. Der Arabische Frühling ist in Bengasi gescheitert.
20.10.2014 - 16:30 Uhr 3 Kommentare
Zeichen der Unsicherheit: Libysche Soldaten sichern eine Anhörung des Obersten Gerichts. Quelle: dpa

Zeichen der Unsicherheit: Libysche Soldaten sichern eine Anhörung des Obersten Gerichts.

(Foto: dpa)

Bengasi Bei Kämpfen zwischen islamistischen Milizen und regierungstreuen Kämpfern in der libyschen Stadt Bengasi sind in den letzten fünf Tagen mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen seien in der zweitgrößten Stadt des Landes aus ihren Häusern vertrieben worden, teilten libysche Behörden am Montag mit. Viele Einwohner hatten im Ausgangsort des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi an dessen dritten Todestag erinnert.

In Bengasi kämpfen seit dem Sommer Soldaten um den früheren General Chalifa Haftar auf eigene Verantwortung gegen die Islamisten. Diese haben dort inzwischen aber wieder die Oberhand gewonnen. Letzte Woche war Bengasi heftig bombardiert worden. Offenbar unterstützten dabei auch Kampfjets aus Ägypten die Armee, um die Milizen aus der Stadt zu vertreiben.

In den politischen Wirren der vergangenen Monate bildeten sich in dem ölreichen nordafrikanischen Land zudem zwei konkurrierende Regierungen und auch zwei Parlamente. Die gewählte Regierung musste auf Druck von islamistischen Milizen aus der Hauptstadt Tripolis nach Tobruk abziehen.

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    3 Kommentare zu "Nach Arabischem Frühling: Lybien versinkt in Gewalt und Terror"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das ist der friedliche Islam, den unsere Politiker unter allen Umständen wollen!!

    • Liebes Handelsblatt Team,
      Dieses Lybien wird in Wirklichkeit "Libyen" geschrieben!
      LG

    • Danke an die größenwahnsinnigen Regime-Changer ohne Sinn und Verstand aus Übersee! Die Ukraine kann sich schon mal anschauen, was ihr blüht, wenn sie weiter so unkritisch und einseitig auf solche "Freunde" setzt.

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