Nach dem Iran-Deal Israel-Spion Pollard könnte freikommen

Israel nimmt es den USA übel, dass sie ein Atomabkommen mit dem Iran ausgehandelt haben. Jetzt wird bekannt, dass die USA einen seit langem inhaftierten Spion Israels freilassen wollen. Das klingt nach Beschwichtigung.
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Pollard hatte als ziviler Analyst bei der US-Marine gearbeitet, als er im November 1985 wegen der Weiterreichung streng geheimer Dokumente an Israel festgenommen wurde. Quelle: dpa
Protest für Pollard

Pollard hatte als ziviler Analyst bei der US-Marine gearbeitet, als er im November 1985 wegen der Weiterreichung streng geheimer Dokumente an Israel festgenommen wurde.

(Foto: dpa)

WashingtonDer in den USA inhaftierte Israel-Spion Jonathan Pollard wird nach Medienberichten möglicherweise bald freikommen. Der „Washington Post“ zufolge deutete das Justizministerium an, dass es einer Freilassung des 1987 zu lebenslanger Haft verurteilten Pollard im November nicht im Wege stehen werde.

Dann habe der heute 60-Jährige unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Begnadigung. Die israelische Regierung hat sich seit langem darum bemüht, dass Pollard die Gefängniszelle verlassen und nach Israel übersiedeln kann. Sie blitzte aber immer wieder in Washington ab.

Die Freilassung käme zu einem Zeitpunkt erhöhter Belastungen im Verhältnis zwischen beiden Staaten. Israel ist der schärfste Kritiker der kürzlich von den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland ausgehandelten Atomvereinbarung mit dem Iran: Es sieht seine Sicherheit dadurch noch stärker gefährdet als bisher.

Die dümmsten Passwörter der Welt
Hacker
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Obwohl Daten- und Identitätsdiebstähle ständig Schlagzeilen machen, benutzen viele Internetnutzer weiterhin unsichere Passwörter. Das beliebteste Passwort der Welt sei nach wie vor „123456“, teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) am Dienstag auf Grundlage einer Analyse gestohlener Datensätze mit. Die HPI-Forscher stützten ihre Angaben auf die Analyse von mehr als 215 Millionen geraubten Identitätsdaten, die sie seit 2011 im Netz entdeckt hatten. Allein in diesem Jahr untersuchten sie nach eigenen Angaben fast 35 Millionen Datensätze, die von Cyberkriminellen in speziellen Internetforen veröffentlicht wurden. Diese Daten stammten demnach aus 15 verschiedenen Quellen, darunter einem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison.

Jahreswechsel
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Simple Zahlenfolgen

Unter den mehr als 3,3 Millionen Passwörtern, die 2014 geknackt wurden, sind simple Zahlenreihen besonders häufig vertreten. Auf dem ersten Platz landet "123456". Auch wenn die Länge variiert wird, hilft das nicht: Auf dem dritten und vierten Platz finden sich "12345" und "12345678". "123456789" landet auf Rang sechs, gefolgt von "1234" auf Platz sieben. Auf Rang elf liegt "1234567".

Datenquelle: SplashData, Liste von "Time" veröffentlicht

Cyberkriminalität
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Passwort: "Password"

Wer sich für ganz schlau hält und einfach "password" als Zugangscode verwendet sei hiermit gewarnt: Die vermeintlich simple und sichere Lösung liegt auf Rang zwei der meistgeknackten Passwörter.

Nicht gerade kreativ
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Fantasiewörter

Sie denken sich, kein Mensch weiß was "qwerty" ist? Falsch gedacht. Die Buchstabenfolge, die auf einer amerikanischen Tastatur nebeneinander liegt, landet auf Platz fünf. Auf deutschen Tastaturen wäre es übrigens "qwertz".

Mark Reynolds
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Das sportliche Passwort

Sport-Fans müssen sich etwas besseres einfallen lassen, als nur den Namen ihrer Lieblingssportart: Auf Platz acht der meistgeknackten Passwörter landet "baseball".

Fabelwesen
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Mystische Gestalten

Auch Drachen-Fans gibt es einfach zu viele. Das Passwort "dragon" ist jedenfalls alles andere als originell. Es findet sich auf Rang neun.

Super Bowl Football
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Sport, die zweite

Anhänger des Football sind auch nicht besser dran als Baseball-Freunde: Das Passwort "football" findet sich auf Rang zehn der gehackten Zugangsdaten.

Das Weiße Haus betonte jedoch, Pollards Zukunft habe nichts mit dem Iran-Deal zu tun. Über seinen Status werde „entsprechend der Standard-Prozeduren“ des zuständigen US-Begnadigungsausschusses entschieden, zitierte die „Washington Post“ am Samstag Alistair Baskey, eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates.

Pollard hatte als ziviler Analyst bei der US-Marine gearbeitet, als er im November 1985 wegen der Weiterreichung streng geheimer Dokumente an Israel festgenommen wurde. Er bekannte sich später schuldig und wurde 1987 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der „Washington Post“ zufolge erklärte das Justizministerium, das damalige Urteil beinhalte eine Regelung, nach der Pollard zur Freilassung nach 30 Jahren berechtigt sei. Um ihm das zu verwehren, müsste die Regierung nachweisen, dass er im Gefängnis gegen Vorschriften verstoßen habe oder die Wahrscheinlichkeit bestehe, dass er erneut kriminell handeln werde.

Der Zeitung zufolge signalisierte das Ministerium jedoch, die US-Regierung werde eine Freilassung nicht blockieren. „Das Justizministerium hat stets die Auffassung vertreten und vertritt sie weiter, dass Jonathan Pollard seine Strafe für sein ernstes Verbrechen voll verbüßen sollte, was in seinem Fall eine vorgeschriebene Haftstrafe von 30 Jahren ist“, zitierte die „Washington Post“ Ministeriumssprecher Marc Raimondi.

  • dpa
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