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Nach den „Panama Papers“ EU will strikter gegen Steuerberater und Banken vorgehen

Die EU will den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche verschärfen, ebenso der IWF und die G20-Staaten. Ins Rollen gebracht haben das die Enthüllungen der „Panama Papers“ durch ein internationales Recherche-Netzwerk.
19.04.2016 - 21:00 Uhr
Weltweit hatten Politiker, Reiche und Prominente hier anonyme Briefkastenfirmen gegründet. Im Raum steht der Verdacht von Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Quelle: dpa
Polizei vor der Zentrale von Mossack Fonseca

Weltweit hatten Politiker, Reiche und Prominente hier anonyme Briefkastenfirmen gegründet. Im Raum steht der Verdacht von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

(Foto: dpa)

Brüssel Als Konsequenz aus den Enthüllungen der „Panama Papers“ drängt die EU-Kommission die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu einem schärferen Vorgehen gegen Banken und Steuerberater. Dies geht aus einem Papier der Kommission hervor, das bei einem für Freitag und Samstag angesetzten Treffen der EU-Finanzminister diskutiert werden soll.

„Die Panama Papers haben beleuchtet, wie bestimmte europäische Mittelsleute und andere Anbieter von Steuerratschlägen offenbar aktiv ihren Klienten dabei geholfen haben, offshore Geld zu verbergen“, heißt es in dem Schriftstück, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Daher sollten „effektivere Abschreckungsmaßnahmen“ ergriffen werden.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Gruppe der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) haben eine Verschärfung des Kampfes gegen Steuerbetrug, Geldwäsche und Steueroasen angekündigt.

Die Veröffentlichung Hunderttausender Dokumente aus einer panamaischen Anwaltskanzlei durch ein internationales Recherche-Netzwerk hat ein Schlaglicht auf Panamas Steuersystem geworfen. Weltweit hatten dort Politiker, Reiche und Prominente anonyme Briefkastenfirmen gegründet. Im Raum steht der Verdacht von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

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