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Nach Drängen Deutschlands auf vollwertigen Sicherheitsratssitz UN: Italien bringt Gegenantrag ein

Die künftige Machverteilung im UN-Sicherheitsrat ist umstritten. Deutschland und drei weitere Staaten wollen ständige Mitglieder werden, doch Italien hat nun gemeinsam mit einer Staatengruppe einen Gegenantrag eingebracht.
Der Vorschlag der „G4“-Gruppe zur Erweiterung des UN-Sicherheitsrats wurde offiziell an die UN-Mitgliedstaaten verteilt. Foto: dpa Quelle: dpa

Der Vorschlag der „G4“-Gruppe zur Erweiterung des UN-Sicherheitsrats wurde offiziell an die UN-Mitgliedstaaten verteilt. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB NEW YORK. Italien hat mit einigen Verbündeten einen Gegenantrag zur heftig umstrittenen Reform des UN-Sicherheitsrates eingebracht. Damit sollen Deutschland, Japan, Indien und Brasilien ständige Sitz in dem Gremium versagt werden. Das Modell der von Italien und Pakistan geführten Staatengruppe wurde dem UN-Sekretariat offiziell als Resolutionsentwurf übergeben. Danach soll der Sicherheitsrat um zehn lediglich auf Zeit gewählte, jedoch keinesfalls um ständige Mitglieder erweitert werden.

Zuvor hatte die Bundesrepublik gemeinsam mit Indien, Japan und Brasilien einen Resolutionsentwurf auf vollwertige Mitgliedschaft im Sicherheitsrat bei der UN-Generalversammlung eingebracht. Nach den Worten eines Außenamtssprechers in Berlin soll noch in diesem Monat über die Resolution abgestimmt werden.

Deutschland und seine Partner streben eine Vergrößerung des Sicherheitsrats von jetzt 15 auf 25 Mitglieder an. Zu den fünf Ständigen Mitgliedern USA, Großbritannien, Frankreich, China und Russland sollen sechs weitere hinzukommen - nämlich Deutschland, Brasilien, Japan, Indien und zwei afrikanische Staaten. Die entscheidende Debatte der Vollversammlung über die Reform des UN-Sicherheitsrats beginnt am Montag in New York.

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