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Nach EU-Gipfel Topbanker befürchten „Rettungsschirm light“

Experten befürchten nach den Ergebnissen des EU-Gipfels ein Fass ohne Boden. Europa dürfe den Rettungsfonds nicht nach politischer Wetterlage ändern. Denn so könnte der Fonds seine Glaubwürdigkeit verlieren.
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Ein Regenschirm mit dem Logo der EU vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Quelle: dpa

Ein Regenschirm mit dem Logo der EU vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

(Foto: dpa)

FrankfurtTopbanker und Bankenverbandschefs reagieren kritisch auf die Ergebnisse des jüngsten Europa-Gipfels. Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) sagte dem Handelsblatt (Montagsausgabe), zum erstmals möglichen Weg, angeschlagene Banken in Europa über den Rettungsfonds ESM direkt mit Kapital zu versorgen: „Wir müssen aufpassen, dass das nicht ein Fass ohne Boden wird.“ Die Rekapitalisierung von Krisenbanken über den ESM sei auch rechtlich noch einmal zu überprüfen. „Sie darf vor allem nicht zu immer größeren Risiken für die deutschen Steuerzahler führen. Das gleiche gilt für den Kauf von Staatsanleihen durch den Rettungsfonds.“

Er bekommt Unterstützung von Stefan Winter, dem Chef des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland, der davor warnt, dass die „Anstrengungen in den einzelnen Mitgliedsstaaten nicht abnehmen dürfen, die notwendigen Strukturmaßnahmen vorzunehmen“. Gleichzeitig dürfe nicht der Eindruck aufkommen, Europa ändere den Rettungsfonds je nach politischer Großwetterlage. Sonst verliere der Fonds seine Glaubwürdigkeit. Und auf diese sei er angewiesen, da auch der Rettungsfonds sich refinanzieren müsse.

Für Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, droht „ein Rettungsschirm light“, da Hilfsgelder ohne umfassende Kontrollmöglichkeiten gewährt werden könnten. „Direkte Hilfen des europäischen Rettungsschirms ESM an Banken in einzelnen Staaten sind nur zu verantworten, wenn eine funktionierende, schlagkräftige einheitliche europäische Aufsicht arbeitet und das Ganze mit Argusaugen überwacht.“

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16 Kommentare zu "Nach EU-Gipfel: Topbanker befürchten „Rettungsschirm light“"

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  • @ Stubi

    Stimmt schon, es sind ja jetzt ausländische Banken, bei denen sich die deutschen Institute vermutlich schon zurückgezogen haben. OK, also richtige Warnung mit falscher Begründung ;-)

  • Da gibt es aber auch Top-Banker und Großaktionäre, bei denen
    am Freitag der Kursanstieg ihrer Aktien mit Sekt und Kaviar gefeiert wurde. Die besorgten Reden aus dem Fenster raus haben leider oft nur Alibi-Charakter

  • Wie ich schon bei den Wirtschaftsnachrichten zum Ausdruck brachte. Europa wird für die Steuerzahler zum Fass ohne Boden. Auch das ESM Ermächtigungsgesetz wird den Crash des euro nicht verhindern. Die Zahl der Staaten und Banken die unter diesen wollen mehren sich zusehens. Die Verarmung des deutschen Volkes ist mit dem Votum zum ESM Vertrag durch die Abgeordneten des Bundestages zementiert worden.
    Spätestens wenn Deutschland am Ende ist, wird es keinen Schirm mehr geben u. der Point of no Return ist erreicht. Ade Sparguthaben, Rentenansprüche, auskommende Löhne u. Gehälter, öffentl. Sicherheit u. Gemeinwesen sowie Gesundheitsversorgung. Die Liste ist verlängerbar.
    Dies ist nicht das Europa , welches die Bürger wollen.

  • Frau Merkel hat berichtet, dass auf dem letzten Gipfel Sicherheitsmechanismen eingebaut wurden und dass Europäische Institutionen alles umfangreich kontrollieren und sanktionieren werden. Richten Sie Ihr Augenmerk auf die Zinsmanipulationen durch die Barclays Bank. Die Europäische Banken Aufsichtsbehörde ist bislang überhaupt nicht auf der Aktionsbühne erschienen. Briten und Amerikaner untersuchen den Fall. Die EBA ist offensichtlich damit beschäftigt, herauszufinden, ob der Siebenschläfer mit dem Datum 27.06.2012 tatsächlich richtig berechnet war.

    Wenn jemand glaubt, dass mit der Kompetenzverlagerung zur EZB das Problempaket „Kontrolle-Sanktionen“ in guten Händen ist, der glaubt sicherlich auch, dass man ohne Aufwand die Sonne im Westen aufgehen lassen kann.
    murmur

  • Die "mutierten" Geldwechsler neuester Zeitrechnung sie haben sich den Millisekunden verschrieben und hoffen stets, daß die Uhren so weiterlaufen, wenn zwar in ihrer modernsten Art, am laufenden Bande, was keineswegs dahingehend "interpretiert" werden kann, sie gehörten alle irgendwie zusammen. Von Bankstars zu reden, finde ich voll daneben. Es hat auch in der Politik fahrende Oberaufseher, die noch nicht einmal wissen, wie schwer eine 100.000 Fränkli Frage zur "durchgehenden" Karriere verhelfen kann. Gut, macht jemand, dem man aufs Maul schaut, nicht weiß, was er sagen soll, der bleibt davon unberührt. Ein richtiger Satz an der richtigen Stelle, hätte verheerende Folgen für ganze Seilschaften oder sollten wir besser vom "gestrickten" Verflechtungssystem reden? Einer alternativlosen Kanzlerin, der die Worthülsen an das "geneigte" Volk bisher in keinster Weise Schaden zufügten, hätte schon längst auf dem Boden der Tatsachen in oberster Schlagzeile, rot untermalt darlegen müssen, sie sei am Ende.

    Manches in dieser Welt scheint unmöglich, manche scheinen sie sind unersetzlich, dabei sind sie in ihrem Machstreben unersätllich. Zum Wohle der Gemeinde Herr Pfarrer. Luther hatte da ein Einsehen, wer Vergebung will, sollte stets mal in der Kirche vorbeischauen, um nach denen zu fragen.

    Hoffentlich zieht bald jemand, wenn auch nur "versehentlich" den Stecker. Vergessen wir nach wie vor nicht solche Menschen, die sich um Wahrheit verdient gemacht haben Julian Assange. Selbst in seinem Umfeld gab es "Maulhelden" als "Maulwürfe", das läßt sehr tief blicken, inwieweit die Lloyds alles daran setzen und sich gerade anschicken, ein weiteres Menschenleben zu vernichten, darum wird nicht geklüngelt, da wird notfalls einmarschiert, ggflls. mit Drohnen nachgeholfen. Verstehe, irgendwie trifft es immer die falschen. Passen Sie gut auf sich auf. Gott schütze Euch. Amen.

  • " Aus äußerst egoistischen Gründen bin ich übrigens für die größtmögliche Vergemeinschaftung von Schulden. Eurobonds, bitte."

    Da wird Ihnen bald geholfen, wenn es nach Schäuble geht.

    Heute morgen im TV: Schäuble will EURO-Bonds nicht ausschließen. Dabei käme es nur auf die Bedingungen an.
    Er forderte eine baldige Finanzunion, damit die Debatten darüber endlich vom Tisch wären.
    Die FDP tobt.

    Eigentlich müßte er ja damit warten, bis Merkel das Zeitlich gesegnet hätte...

  • @Ernst

    Veilleicht sehen sie ploetzlich IHRE Interessen nicht mehr wahrgenommen. Ich sehe da nicht unbedingt einen Sieg der reinen Vernunft ;-)

  • Die sogenannten Topbanker kommen reichlich spät aus dem Mustopf. Sie hätten schon vor Jahren warnen müssen.

  • Im "Fiskalpakt" + "ESM" steckt der unbezahlbare Länderfinanzausgleich + Schuldenunion.

    Handelsblatt : "Und auf diese sei er angewiesen, da auch der Rettungsfonds sich refinanzieren müsse."
    Zum Zwecke der Refinanzierung wird doch bereits von Frankreich die BANKLIZENZ gefordert.

    Fazit : Das politische Personal der "Bundesrepublik Deutschland" ist eifrig bemüht, Deutschlands Wirtschaftspotential und das handlungsunfähige Deutschland (Deutsches Reich) als Staat nach und nach in den Vereinigten Staaten von Europa aufgehen zu lassen.
    Der Friedensvertrag ist dann überflüssig und die Feindstaatenklausel hat sich dann auch erledigt -- aber nicht das ZAHLEN.
    Zur Erinnerung : Die letzte Rate für WKKI-Reparationen
    wurde 2010 bezahlt.
    Mit dem ESM werden nun Zahlungen, die in ihrer Wirkung an Reparationen erinnern, bis in alle Ewigkeit festgeschrieben.



  • @ichinen: Erfrischend ehrlicher Kommentar - auch wenn ich Ihre Meinung nicht Teile, kann ich sie doch nachvollziehen.



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