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Nach Fußball-Krawallen Zwei Demonstranten in Ägypten getötet

Nach den blutigen Krawallen wegen eines Fußballspiels im ägyptischen Port Said am Mittwoch demonstrierten Tausende am Donnerstag in Kairo gegen den Militärrat. Hunderte wurden verletzt.
02.02.2012 Update: 03.02.2012 - 04:14 Uhr Kommentieren

Mehr Gewalt in Ägypten

Kairo Bei Zusammenstößen mit der Polizei sind in der ägyptischen Stadt Stadt Suez zwei Demonstranten getötet worden. Das teilte ein Mitarbeiter einer Gesundheitsbehörde, Mohammed Laschin, am frühen Freitagmorgen mit. Die beiden Demonstranten seien am durch Schüsse getötet worden, hieß es. Es handelt sich um die ersten Toten bei Unruhen nach den schweren Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said am Mittwochabend, bei denen 74 Menschen ums Leben kamen.

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sind am Donnerstag in Kairo nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 600 Menschen verletzt worden. Fast 10 000 Menschen hatten sich vor dem Innenministerium versammelt, um gegen die Untätigkeit der Sicherheitskräfte bei den tödlichen Fußball-Krawallen in Port Said am Mittwochabend zu protestieren. Sie riefen Slogans gegen den herrschenden Militärrat und die Polizei.

Bei Zusammenstößen sind in Kairo mehr als 600 Menschen verletzt worden. Quelle: dpa

Bei Zusammenstößen sind in Kairo mehr als 600 Menschen verletzt worden.

(Foto: dpa)

Die Polizei trieb die Protestierenden mit Tränengas auseinander. Die Demonstranten hätten die Polizei mit Steinen beworfen. Dabei seien 54 Polizisten verletzt worden, berichtete das staatliche Fernsehen unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Anhänger des Kairoer Fußballclubs Al-Ahly machten den Chef des Militärrats, Hussein Tantawi, für den Tod von 74 Fußballfans am Vorabend in Port Said verantwortlich. International wurde eine Aufklärung der Gewalt vom Mittwochabend gefordert.

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    „Dies war kein Sportunglück, dies war ein Militärmassaker!“, riefen die tausenden Demonstranten, als sie vom Sitz des Fußballclubs zum zentralen Tahrir-Platz marschierten. Wie Fernsehaufnahmen zeigten, hatten Polizei und Militär am Mittwoch in Port Said tatenlos zugesehen, wie Zuschauer mit Flaschen, Steinen und Messern regelrecht Jagd auf Spieler und Fans des Kairoer Traditionsclubs Al-Ahli machten.

    Bei einem Spiel zwischen den Mannschaften Al-Masry aus Port Said und Al-Ahly aus Kairo waren am Mittwochabend unmittelbar nach dem Abpfiff Fans von Al-Masry auf das Spielfeld gestürmt und hatten Spieler und Anhänger der gegnerischen Mannschaft mit Flaschen und Steinen beworfen. Im Internet waren Fotos von blutüberströmten Spielern zu sehen. Nach Angaben von Innenminister Mohammed Ibrahim wurden die meisten der Opfer erdrückt. Neben den 74 Toten gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums hunderte Verletzte. Die Polizei nahm 47 Menschen fest.

    Muslimbrüder sprechen von „geplanter“ Ausschreitung
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