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Nach jahrelanger Haft US-Bürger des Terorrismus schuldig gesprochen

Jahrelang saß er in Militärhaft, weil er ein Kämpfer von El Kaida gewesen sein soll. Nun hat ein US-Zivilgericht den Amerikaner José Padilla als Terrorhelfer und -verschwörer verurteilt.

HB MIAMI. Die Richter in Miami befanden den US-Bürger Jose Padilla für schuldig, zusammen mit den beiden Mitangeklagten Adham Hassoun und Kifah Jayyousi Geld und Rekruten für Extremisten organisiert zu haben. Zudem wurden den drei Männern Verschwörung zu Mord, Entführung und Verstümmelung von Menschen in Afghanistan, Tschetschenien und Bosnien zur Last gelegt. Ihnen droht nun lebenslange Haft. Das Strafmaß soll am 5. Dezember verkündet werden.

Padilla nahm das Urteil regungslos auf. Der 36-jährige werde Berufung einlegen, sagte seine Mutter Estela Lebron. Bereits vor Prozessbeginn hatte die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift deutlich abgespeckt. Der ursprüngliche Vorwurf, der zum Islam konvertierte Padilla habe einen radioaktiven Sprengsatz als „schmutzige Bombe“ in den USA zünden wollen, wurde verworfen.

Der US-Bürger Padilla hatte mehr als drei Jahre auf Anordnung der US-Regierung unter George W. Bush ohne Anklage in einem Militärgefängnis verbracht. Der Fall hatte eine Kontroverse über die Befugnisse des US-Präsidenten im Kampf gegen den Terrorismus ausgelöst und die Frage aufgeworfen, wie viel die Rechte der US-Bürger in diesem Kampf wert sind.

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