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Nach Journalistenmord Neue Innenministerin soll Krise in der Slowakei lösen

Die slowakische Politik steckt auch zwei Monate nach dem Journalistenmord in einer Vertrauenskrise. Eine neue Innenministerin soll das ändern.
24.04.2018 - 17:15 Uhr Kommentieren
Denisa Sakova, neue Innenministerin der Slowakei, soll die Krise lösen. Quelle: dpa
Neue Innenministerin in der Slowakei

Denisa Sakova, neue Innenministerin der Slowakei, soll die Krise lösen.

(Foto: dpa)

Bratislava Zwei Monate nach dem Mord an einem Enthüllungsjournalisten in der Slowakei soll nun eine Frau als neue Innenministerin die Vertrauenskrise gegenüber den staatlichen Institutionen lösen. Präsidentensprecher Roman Krpelan bestätigte am Dienstag die Entscheidung der regierenden Sozialdemokraten.

„Regierungschef Peter Pellegrini hat heute den Präsidenten Andrej Kiska persönlich darüber informiert, dass Denisa Sakova, die bisherige Staatssekretärin des Ressorts, für die Funktion nominiert ist“, zitierte die Nachrichtenagentur TASR den Sprecher. Einen Termin für die offizielle Ernennung der 42 Jahre alten Finanzwissenschaftlerin nannte er nicht.

Der bisher nicht aufgeklärte Doppelmord an dem 27 Jahre alten Investigativjournalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten hatte die Slowakei in eine politische Krise gestürzt. Das Paar war am 21. Februar im Stil einer Hinrichtung in seinem Haus erschossen worden. Kuciak hatte Kontakte von Regierungsmitarbeitern zur italienischen Mafia und anderen zwielichtigen Geschäftsleuten untersucht. Auch der damalige Innenminister Robert Kalinak selbst stand demnach unter Korruptionsverdacht.

Die nach Kuciaks Tod veröffentlichten Enthüllungen lösten seit Wochen anhaltende Massendemonstrationen in Bratislava und anderen Städten aus. Unter dem Druck dieser Proteste gegen die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei traten mehrere führende Regierungsmitglieder zurück, darunter der sozialdemokratische Regierungschef Robert Fico, Innenminister Kalinak und kurz danach auch dessen Nachfolger Tomas Drucker. Der bisherige Polizeipräsident Tibor Gaspar hat seinen Rücktritt für Ende Mai angekündigt.

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