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Nach Journalistenmord Staatsanwaltschaft: Unternehmer gab Auftrag zum Kuciak-Mord

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt einen umstrittenen Unternehmer den Auftrag zur Ermordung des slowakischen Journalisten Kuciak gegeben zu haben.
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Kuciaks unvollendete Reportage löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Förderungen aus. Als Folge der Proteste traten die Regierung und der Polizeipräsident zurück. Quelle: Reuters
Massendemonstrationen

Kuciaks unvollendete Reportage löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Förderungen aus. Als Folge der Proteste traten die Regierung und der Polizeipräsident zurück.

(Foto: Reuters)

BratislavaEin umstrittener Unternehmer hat nach Dafürhalten der Staatsanwaltschaft den Auftrag zur Ermordung des Journalisten Jan Kuciak vor einem Jahr erteilt. Die slowakische Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität gab am Donnerstag bekannt, gegen den Mann eine formelle Anschuldigung erhoben zu haben. Das ist im slowakischen Strafrecht eine Vorstufe zur Anklage vor Gericht.

Damit bestätigte die Anklagebehörde schon lange in den Medien kursierende Spekulationen. Der ermordete Investigativjournalist Kuciak hatte immer wieder über zweifelhafte Geschäfte des Unternehmers geschrieben. Dieser sitzt derzeit wegen eines vom Mord unabhängigen Betrugsdelikts in Haft. Schon im vergangenen Jahr waren die vier mutmaßlichen Mörder verhaftet worden, nach ihrem Auftraggeber war bisher gesucht worden.

Der Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus im westslowakischen Dorf Velka Maca erschossen worden. Kuciak hatte zuvor über die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei recherchiert. Seine unvollendete Reportage über mögliche Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Sie löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Förderungen aus. Als Folge der Proteste traten die Regierung und der Polizeipräsident zurück.

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  • dpa
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