Nach Minsker Abkommen Poroschenko wirft Separatisten neue Angriffe vor

Beim Marathon-Krisengipfel in Minsk ist ein Friedensabkommen für die Ukraine vereinbart worden. Doch in dem Land gehen die Kämpfe angeblich schon weiter. Präsident Poroschenko macht die Separatisten verantwortlich.
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Der Friedensplan für die Ukraine sieht unter anderem vor, dass beide Seiten ihre schweren Waffen aus der demilitarisierten Zone abziehen und Gefangene austauschen. Quelle: dpa
Petro Poroschenko

Der Friedensplan für die Ukraine sieht unter anderem vor, dass beide Seiten ihre schweren Waffen aus der demilitarisierten Zone abziehen und Gefangene austauschen.

(Foto: dpa)

Brüssel/KiewDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat den prorussischen Separatisten in der Ostukraine vorgeworfen, trotz des Friedensabkommens von Minsk weiterzukämpfen. „Die Separatisten haben sofort nach Leisten der Unterschrift neue Angriffe gestartet”, sagte Poroschenko am Donnerstag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

„Wichtig ist ein sofortiger Waffenstillstand ohne Konditionen,” forderte er im Beisein des EU-Ratspräsidenten Donald Tusk. Beide mahnten, in dem Konflikt mit Russland sei die Einheit der Europäischen Union entscheidend. Tusk betonte zudem, die USA und die EU müssten eng abgestimmt vorgehen.

Der Westen und die Ukraine werfen Russland vor, die Rebellen auch mit Waffen zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück. Ein Sprecher des ukrainischen Militärs sagte in Kiew dagegen, während der Verhandlungen in Minsk seien rund 50 Panzer, 40 gepanzerte Fahrzeuge und 40 Raketenwerfersystem von Russland aus in die Rebellenhochburg Luhansk gebracht worden.

Ein Reuters-Reporter berichtete aus der ebenfalls von Rebellen gehaltenen Stadt Donezk, es seien den ganzen Tag über vereinzelt Artilleriegeschosse zu hören gewesen. Wer gefeuert habe, sei unklar.

Nach einem 16-stündigen Verhandlungsmarathon hatten sich die Staats- und Regierungschefs von Russland, der Ukraine, Deutschland und Frankreich in Minsk auf einen 13 Punkte umfassenden Friedensplan verständigt. Er sieht unter anderem vor, dass beide Seiten ihre schweren Waffen aus der demilitarisierten Zone abziehen und Gefangene austauschen. Zudem sollen ausländische Militärs ukrainisches Gebiet verlassen. Bis zum Jahresende soll die Ukraine die vollständige Kontrolle über die Grenze zu Russland übernehmen. Derzeit werden weite Teile des Grenzverlaufs von Rebellen beherrscht.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Nach Minsker Abkommen: Poroschenko wirft Separatisten neue Angriffe vor"

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  • natürlich gehen die Kämpfe weiter - die Waffenruhe beginnt erst Sonntagnacht. Was erwartet ihr? warum sollte eine der zwei Parteien vorher aufhören?

  • Poroschenko fehlt an Realismus, er muss endlich einsehen dass die Ukraine kein Land wie jedes andere ist und das die Zukunft der Ukraine direkt von Russland abhängt. Was Kanada zu den USA ist so ist die Ukraine zu Russland.

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