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Nach Praxistest Hoffnung für Schweizer Steuerabkommen wächst

Nachdem Schweizer Banken in einem Test das Schwarzgeld deutscher Anleger abgelehnt haben, wächst in der Koalition die Hoffnung, dass die SPD dem Steuerabkommen mit der Schweiz doch noch zustimmt.
18.09.2012 - 17:09 Uhr 5 Kommentare
Neue Hoffnung auf eine Einigung mit der Schweiz. Quelle: dpa

Neue Hoffnung auf eine Einigung mit der Schweiz.

(Foto: dpa)

Berlin Union und FDP hoffen auf ein Umdenken der SPD im Streit um das Steuerabkommen mit der Schweiz, nachdem die Schweizer Banken offenbar klar auf eine Weißgeldstrategie umgeschwenkt sind. Den Schwenk legt ein Test des Handelsblatts nah, bei dem zwei Redakteure verdeckt versucht hatten, bei sieben Zürcher Banken ein neues Schwarzgeldkonto zu eröffnen.

Keine der Banken wollte 350.000 Euro aus einem unversteuerten Immobilienverkauf in Spanien verwalten, obwohl die getarnten Reporter zusätzlich 1,5 Millionen Euro versteuertes Geld anlegen wollten, wie das Handelsblatt (Dienstagsausgabe) berichtete.

„Der Praxistest bestätigt die Glaubwürdigkeit eines Paradigmenwechsels in der Schweiz eindrucksvoll“, sagte Finanzstaatssekretär Hans Bernhard Beus, der im Auftrag von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) das Steuerabkommen ausgehandelt hat, dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). Er appellierte an die SPD, dem Abkommen im Bundesrat zuzustimmen.

In der SPD herrscht jedoch weiter Misstrauen gegenüber der Schweiz. „Man sieht, dass die Schweizer Banken dazu gelernt haben und jetzt von sich aus immer stärker eine Weißgeld-Strategie umsetzen“, gestand zwar Nils Schmid (SPD), Finanzminister in Baden-Württemberg, der Schweiz zu. „Solange es aber im Ungefähren bleibt, ob es jetzt zu einem Abschleichen kommt, können wir dem Abkommen nicht zustimmen“, sagte er dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). „Die Schweiz muss dieses Scheunentor schließen“, sagte er.

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    Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) befürchtet, dass bei einem Scheitern des Abkommens ein Rückfall in „frühere Wildwestmethoden“ droht: „Die Steuervermeidungsberatung wird zunehmen und ein Steinbrück würde wieder mit der Kavallerie spielen wollen. Der Steuerehrliche und der deutsche Fiskus wären wieder die Dummen“, sagte er. Optimistischer ist da inzwischen OECD-Generalsekretär Angel Gurria.

    109 Länder und Regionen würden sich inzwischen am Informationsaustausch bei konkretem Verdacht auf Steuerhinterziehung beteiligen. „Es gibt heute kein einziges Land mehr auf der Welt, das sich den Luxus leisten kann, diesen Prozess nicht zu unterstützen“, sagte er.

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    5 Kommentare zu "Nach Praxistest: Hoffnung für Schweizer Steuerabkommen wächst"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/deutsche-banken-buhlen-um-schweizer-schwarzgeld

    • Interessagnt ist dabei der umgekehrte Fall, als ein Journalist der Schweizer «Handelszeitung» im Mai mit einer ähnlichen Versuchsanordnung durch Deutschland reiste. Der vermeintliche Schweizer Unternehmer, der Geld vor dem hiesigen Fiskus verstecken wollte, wurde bei Commerzbank, Hypovereinsbank, Sparkasse, Volksbank und sogar der staatlichen BW Bank ohne Vorbehalte akzeptiert.

    • Soso das Handelsblatt und seine undercover Journalisten haben also das Steuerabkommen für die BRD gerettet. Nonsense!

    • Die Täuschung ist verwerflich.Die Schweizer sollten diese beiden Redakteure nicht mehr in ihr Land lassen.
      Die Naivität der Deutschen wächst von Tag zu Tag.

    • Die Schweizer sind schön blöd sich mit solchen Verbrechern auf Verhandlungen einzulassen.

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