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Nach Raketenstart im Jemen Saudi-Arabien warnt iranische Regierung

Als „Kriegsakt“ gegen das Königreich - so will Riad die Rakete definieren, die am Wochenende vom Jemen aus in Richtung saudi-arabische Hauptstadt geschossen wurde. Saudi-Arabien sieht die Verantwortung beim Iran.
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Seit 2105 bekämpft das von Saudi-Arabien dominierte Militärbündnis die vom Iran unterstützten Huthis. Quelle: dpa
König Salman

Seit 2105 bekämpft das von Saudi-Arabien dominierte Militärbündnis die vom Iran unterstützten Huthis.

(Foto: dpa)

Dubai Nach dem Abfangen einer aus dem Jemen gestarteten Rakete in Riad hat Saudi-Arabien den Iran gewarnt. Der Schuss der Rakete könne als „Kriegsakt“ definiert werden, ging aus einer Mitteilung der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition am Montagmorgen hervor. Die Rolle Irans und dessen Kommando der Huthi in dieser Sache seien ein deutliches Zeichen der Aggression gegen die Nachbarländer. Der Frieden und die Sicherheit in der Region würden gefährdet.

Am Samstag hatte die saudi-arabische Zivilluftfahrtbehörde eine Rakete auf dem König-Chalid-Flughafen in Riad gestoppt. Das Geschoss soll keine Schäden angerichtet haben. Das ultrakonservative sunnitische Königreich und sein schiitischer Rivale Iran haben jeweils Interessen in dem jahrelangen Konflikt im Jemen. Das von Saudi-Arabien dominierte Militärbündnis bekämpft die vom Iran unterstützten Huthis seit März 2015 aus der Luft, um die international anerkannte Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu bringen.

Das Blutvergießen ging indes am Sonntag weiter, als in der jemenitischen Hafenstadt Aden bei einer Attacke mindestens 17 Menschen getötet wurden. Hinter dem Selbstmordanschlag stand offenbar eine der Terrormiliz Islamischer Staat nahestehende Gruppe.

Mit Blick auf die vermeintliche Unterstützung Irans, die Rakete an die Huthis geliefert zu haben, gab die Militärkoalition bekannt, das saudische Königreich behalte sich Reaktionen in „angemessener Zeit und Weise“ vor. Als erste Konsequenz schloss sie vorläufig alle Häfen und Airports im Jemen. Die Arbeit von humanitären Hilfsorganisationen solle aber weiter berücksichtigt werden, teilte das Bündnis mit.

Der Iran unterstützt die Huthi-Rebellen, bestreitet aber, sie mit Waffen auszurüsten. Diese geben an, die Rakete vor Ort gebaut und als Reaktion auf Bombenangriffe gestartet zu haben, die zum Tod von Zivilisten geführt hätten.

Eine iranische Reaktion auf die saudi-arabische Stellungnahme blieb zunächst aus. Zuvor hatte der Chef der iranischen Revolutionsgarde, Mohammed Ali Dschafari, aber gesagt, der Iran könne keine Raketen in den Jemen transportieren - die Geschosse würden demnach dort hergestellt. Kommentare von US-Präsident Donald Trump wies er als „Lügen“ zurück. Der hatte am Sonntag gesagt, aus seiner Sicht sei die Rakete vom Iran kontrolliert worden. Ein US-Abwehrsystem habe das Geschoss aber aufgehalten. Saudi-Arabien hatte das System von den Vereinigten Staaten gekauft.

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