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Nach Referendum Irak setzt Kurden Frist zur Übergabe der Flughäfen

Das Unabhängigkeitsreferendum der irakischen Kurden spaltet das Land. Die irakische Regierung verlangt die Übergabe der Flughäfen im Kurdengebiet und stellt ein Ultimatum – andernfalls drohe ein Luftembargo.
26.09.2017 - 20:21 Uhr Kommentieren
Kurden feiern nach der Schließung der Wahllokale für ein Referendum für einen unabhängigen kurdischen Staat auf einer Straße in Erbil (Irak). Quelle: dpa
Feiernde Kurden

Kurden feiern nach der Schließung der Wahllokale für ein Referendum für einen unabhängigen kurdischen Staat auf einer Straße in Erbil (Irak).

(Foto: dpa)

Bagdad Der Irak hat der kurdischen Regionalregierung nach dem Unabhängigkeitsreferendum ein Ultimatum zur Übergabe der Flughäfen im Kurdengebiet gesetzt. Die Autonome Region Kurdistan habe drei Tage Zeit dafür, sagte Ministerpräsident Haider al-Abadi am Dienstag laut irakischem Staatsfernsehen. Sollte sie der Forderung nicht nachkommen, werde ein internationales Luftembargo über das Gebiet verhängt.

Die Maßnahme der Zentralregierung in Bagdad wird als Vergeltung für das Unabhängigkeitsreferendum gesehen, das die kurdische Regionalregierung am Montag im Nordirak abgehalten hat. Die irakische Regierung hatte in der vergangenen Woche ausländische Staaten gebeten, Direktflüge zu den internationalen Flughäfen Erbil und Sulaimaniya in Kurdengebiet zu stoppen. Jedoch verhängte bislang nur der Iran ein solches Luftembargo.

Die Kurden im Nordirak hatten am Montag gegen den Willen der Regierung in Bagdad über eine Unabhängigkeit abgestimmt. Dem kurdischen Sender Rudaw TV zufolge deutete sich am Dienstag eine deutliche Mehrheit für das „Ja“-Lager an, das möglicherweise mehr als 90 Prozent der Stimmen erhalten werde. Mit dem Endergebnis wurde am Mittwoch gerechnet. Das Referendum ist zwar nach Darstellung der kurdischen Regionalregierung nicht bindend. Sie bezeichnet es jedoch als Mandat für friedliche Verhandlungen mit der Regierung in Bagdad.

Neben dem Irak und der Türkei sind auch Syrien und Iran gegen die Abstimmung. Sie befürchten ein Erstarken kurdischer Autonomiebestrebungen in ihren Ländern: Insgesamt leben in der Region etwa 30 Millionen Kurden, verteilt über mehrere Staaten. Der Iran versprach am Dienstag, an der Seite Bagdads zu stehen. Die Türkei reagierte mit scharfen Drohungen auf die sich abzeichnende Mehrheit unter den nordirakischen Kurden für eine Unabhängigkeit. Die irakische Zentralregierung in Bagdad lehnt Gespräche über eine Unabhängigkeit der Kurden ab.

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