Nach Spar-Einigung Athen verhandelt mit Troika-Geldgebern

Die Geldgeber der Troika haben die Auszahlung zugesagter Hilfen an Athen bisher blockiert, weil Athen beim Sparen im Rückstand liegt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.
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Die griechische Flagge weht über dem Dach der Akademie in Athen. Quelle: dpa

Die griechische Flagge weht über dem Dach der Akademie in Athen.

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AthenUnmittelbar nach der Einigung über das neue Sparpaket hat die griechische Regierung die Verhandlungen mit den Geldgebern aufgenommen. Finanzminister Ioannis Stournaras traf am Donnerstag die Experten der Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Athen, um sich über die Details des Sparprogramms von 11,5 Milliarden Euro zu verständigen. Der erfolgreiche Abschluss dieser Verhandlungen ist Voraussetzung für weitere internationale Hilfen an das pleitebedrohte Euroland.

Die Koalitionsregierung in Athen hatte sich am Vorabend auf das neue Sparprogramm geeinigt. Seit Wochen hatten die Parteispitzen über die von den Geldgebern Griechenlands geforderten zusätzlichen Einsparungen gestritten. Von diesem Sparprogramm und weiteren Reformen hängt ab, wie der Bericht der Troika ausfällt. Die Experten der Geldgeber prüfen derzeit in Athen die Bücher. Ihr Bericht soll im September vorliegen.

Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des konservativen Regierungschefs Antonis Samaras erfuhr, gelang die Einigung der Koalitionsspitzen erst nach einer äußerst turbulenten Sitzung. Samaras habe die Chefs der Sozialisten und der Demokratischen Linken mit den Worten unter Druck gesetzt: „Es ist die letzte Chance. Leiten wir keine zusätzlichen Sparmaßnahmen ein, werden wir aus dem Euroland scheiden“. Die Staatskassen seien fast leer, spätestens im September gehe das Geld aus. Die Sozialisten und die Demokratische Linke befürchten neue Massendemonstrationen und soziale Unruhen, wenn weitere harte Einschnitte bei den Löhnen und Renten erfolgen.

Die Geldgeber der Troika blockieren die Auszahlung von Teilzahlungen zugesagter Hilfsgelder, weil Athen mit seinen Sparverpflichtungen und Reformschritten in Rückstand ist. „Jetzt kommt die (neue) Rechnung“, kommentierte am Donnerstag die Athener Zeitung der politischen Mitte „Ta Nea“ die neuen Verhandlungen. „Renten, Löhne und das Sozialsystem wieder im Visier der Experten“, laute die Hiobsbotschaft für den kleinen Mann.

  • dpa
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6 Kommentare zu "Nach Spar-Einigung: Athen verhandelt mit Troika-Geldgebern"

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  • Ist es nicht die gleiche Verhandlungstechnik, mit der sich die Griechen in die Krise hinein geritten haben?

    Wenn das Ausland dem griechischen Volk tatsächlich helfen wollte, dann muss jetzt Schluss sein. Das Volk muss seine Politiker zur Rechenschaft ziehen und ... . Erst wenn das griechische Volk sich befreit hat, kann ein Neuanfang gestartet werden. Dann sollten wir den Griechen in der Tat unter die Arme greifen, um einen funktionsfähigen Staat aufzubauen.

    Griechenland heute Geld zu geben bedeutet nichts anderes als das Unrechtsregime am Leben zu erhalten. Den reichen Griechen geht es doch nicht schlecht, es ist das Volk was darbt. Und diesem Volk wird nicht mehr gegeben wie es verlangt.

  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

    Es gibt keine "Bedrohung". Vielleicht ändert sich ja mal die Semantik: Das Land ist nicht in der Lage, seinen eigenen Bankrott abzuwickeln.
    Weder Wollen noch Können sind vorhanden.
    "Verhandlungen" sind es nicht, die man führt. Man nennt es allgemeinhin Insolvenzverschleppung und ist kriminell.
    Summenspiele eines Sparens, dann auch noch als "Programm" zu titulieren, zeugt von höherer Ignoranz.
    Das Land ist geraume Zeit bankrott. Bei der Behandlung Griechenlands zeigt sich, daß auch die EU und seine Verhandlungsführer ihre eigene Unfähigkeit zur Abwicklung dieses Staatsbankrotts dokumentieren und die Reste an Vertrauen, so überhaupt noch zu spüren, unterminieren. Versager, wohin das Auge auch schaut.
    Es fällt mir nicht mehr im Traume ein, hier eine Ideensammlung niederzuschreiben, die diesen Bankrotteuren auch nur die geringste Angriffsfläche böten.

    GRIECHENLAND BRAUCHT EINE VOLKSZÄHLUNG.

  • Wer glaubt, dass Beschlüsse in GR auch umgesetz werden, glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten.
    Das ganze wird in der maroden Bürkoratie GR versumpfen.
    Europa/Troika müsste es eigentlich nach X gebrochenen Versprechen bessser wissen.
    Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me !

  • "LOOOOL"
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    Ja, aber verbittert und sarkastisch. Die Griechen werden ALLES versprechen, um sich weiter an der Specktöpfen der Geberländer bedienen zu können. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Wer im Akkord betrügt und lügt, dem glaubt man zehnmal nicht!
    Die sollen erst mal den monströsen Staatsapparat ausmisten, eine tüchtige Finanzverwaltung auf die Beine stellen, ALLE ausstehenden Steuerschulden rüchsichtslos eintreiben (auch auf die griechischen Vermögen im Ausland! Und die Reeder nicht vergessen: Die Steuerbefreiung ist angesichts der Lage ein Skandal erster Güte!), die "Fakalaki-Seuche" rigoros bekämpfen und einiges mehr.
    Dann, wenn man handfeste Ergebnisse sieht, kann man vielleicht mal über Hilfe zu Selbsthilfe nachdenken, tunlichst gezielt zum Aufbau der Wirtschaft, ohne daß der griechische Staat das Geld in die Finger kriegt und es doch wieder bei den Bankstern und in privaten Taschen verschwindet wie in einem Faß ohne Boden.
    Griechenland ist in meinen Augen keinen Deut besser als irgendein afrikanisches Entwicklungsland und entsprechend sollte man es behandeln!
    Mir reicht's allmählich, jeden Tag neue "griechische Sagen" lesen zu müssen...

  • und iweder mal wird ein Versprechen, das sowieso nicht gehalten wird, ausreichen, um Griechenland zu bescheinigen, dass es auf einem guten Weg sei.

    Davon abgesehen, wird es höchstwahrscheinlich nicht die Reichen Griechen treffen, ohne dass ich den Inhalt des Sparpakets anschaue.

  • LOOOOL

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