Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nach Terroranschlägen Israel bombadiert Gazastreifen

Der Nahostkonflikt geht in eine neue Runde der Gewalt. Als Reaktion auf die Serie blutiger Anschläge im Süden Israels bombardierte die Luftwaffe Ziele im Gazastreifen. Die Palästinenser antworteten mit Raketen.
19.08.2011 - 11:45 Uhr 8 Kommentare
Schäden nach dem Bombenangriff auf Israel aus dem Gazastreifen. Quelle: dpa

Schäden nach dem Bombenangriff auf Israel aus dem Gazastreifen.

(Foto: dpa)

Tel Aviv/ Gaza/ Ramallah/ Kairo Nach den schwersten Terrorangriffen in Israel seit drei Jahren lassen Israelis und Palästinenser wieder die Waffen sprechen. Nachdem Terroristen am Vortag acht Israelis im Süden des Landes getötet und 31 verletzt hatten, griff die israelische Luftwaffe nach Angaben einer Armeesprecherin im Laufe der Nacht insgesamt sieben Ziele im Gazastreifen an. Dabei starben nach palästinensischen Angaben insgesamt sieben Menschen, darunter ein Baby und ein 13-jähriger Junge. Weitere 18 Menschen seien verletzt worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte, jeder, der Israel angreife, müsse dafür einen hohen Preis bezahlen.

Unterdessen feuerten Extremisten aus dem Gazastreifen mindestens zehn Raketen Richtung Israel ab. Eines der selbst gebauten Geschosse sei am Morgen in eine Synagoge in der Hafenstadt Aschdod eingeschlagen, teilte die Armee mit. Drei Menschen seien verletzt worden. Das Nachrichtenportal „Ynet“ berichtete, eines der Opfer sei schwer verletzt. Die anderen Raketen schlugen nach diesen Angaben auf freiem Feld ein. Schon in den vergangenen Wochen waren fast täglich ein oder zwei solcher Raketen in Israel eingeschlagen.

Nach den Anschlägen im Süden Israels hat es nach Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen auch Tote in Ägypten gegeben. In der Nacht zum Freitag wurden nach diesen Angaben in der Nähe des ägyptisch-israelischen Grenzpostens Taba drei ägyptische Grenzwächter getötet. Sie sollen von israelischen Soldaten erschossen worden sein, die versucht hatten, um sich schießende militante Palästinenser an der Flucht nach Ägypten zu hindern. Die israelische Armee bestätigte diese Angaben zunächst nicht.

Der Jüdische Weltkongress rief die internationale Gemeinschaft angesichts der Anschläge dazu auf, den geplanten Antrag der Palästinenser auf Aufnahme in die Vereinten Nationen nicht zu unterstützen. „Statt den Friedensprozess durch Unterstützung des einseitigen Schritts der palästinensischen Autonomiebehörde zum Entgleisen zu bringen (...) sollten die Vereinten Nationen einen Plan zur Beendigung von Gewalt, Fanatismus und Terrorismus in der Region ausarbeiten“, forderte der Generalsekretär des Weltkongresse, Dan Diker. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will jedoch nicht länger warten und im September seinen Antrag in New York stellen. Daran hätten auch die Anschläge im Süden Israels nichts geändert, hieß es in palästinensischen Kreisen in Ramallah.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    8 Kommentare zu "Nach Terroranschlägen: Israel bombadiert Gazastreifen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Eine zwei Staaten Lösung will dort jeder , nur hat jeder eine andere Vorstellung davon .


      Waffenstillstandslinie oder dauerhafte Grenze

      blau: Israel nach dem UN-Teilungsplan, magenta: israelische Geländegewinne nach dem Waffenstillstandsabkommen
      Das Abkommen ließ 17,5 % des ursprünglichen Britischen Mandats über Palästina in israelischer Hand (eine andere oft genutzte Zahl ist 70 % des Mandatgebietes, ohne Jordanien). Der Gazastreifen und das Westjordanland, blieben bis 1967 ägyptisch und jordanisch besetzt. Im Vergleich mit dem UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 brachte der Krieg für Israel erhebliche Geländegewinne.
      Die Waffenstillstandsabkommen sollten nur als Interimsabkommen dienen, bis sie durch dauerhafte Friedensverträge ersetzt würden. Auch Jahrzehnte später sind noch immer nicht Friedensverträge mit allen ehemaligen Kriegsgegnern unterzeichnet worden (bisher: 17. September 1978 mit Ägypten in Camp David, 25. Juli 1994 mit Jordanien in Washington).
      Mit Ausnahme des Abkommens mit dem Libanon, machten die Waffenstillstandsabkommen (auf arabisches Betreiben hin) klar, dass sie keine permanenten De-jure-Grenzen festlegten. Das ägyptisch-israelische Abkommen besagte etwa ausdrücklich:
      "The Armistice Demarcation Line is not to be construed in any sense as a political or territorial boundary, and is delineated without prejudice to rights, claims and positions of either Party to the Armistice as regards ultimate settlement of the Palestine question."

      http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenstillstandsabkommen_von_1949

    • @Energieelite
      Kaum ein Sachverhalt dürfte wohl schwieriger zu klären sein als die Frage nach der Schuld im Nahostkonflikt. Die Gewalttat der einen Seite zieht einen Racheakt der Gegenseite nach sich, der wiederum.... Forschen wir nach dem Ausgangspunkt dieser Spirale, gelangen wir schließlich zur Zerstörung des Tempels in Jerusalem und fragen uns trotzdem: Wie konnte es dazu kommen? Was alles ging dem voraus?
      Wenn eine Seite mal den Mut aufbringt, den teuflischen Kreislauf unterbrechen zu wollen, und die Gegenseite staunend einhält und sich noch fragt, ob solches denn wahrhaft und glaubwürdig sein kann, dann finden sich die Mörder notfalls in den eigenen Reihen, wie im Falle Jitzhak Rabbins. Darum traue niemandem, der da behauptet zwischen Palästinensern und Israelis wäre irgendetwas einfach und gerade mal so zu klären. Einfacher wäre es nur, wenn beide Seiten sich darin einig würden, für die Zukunft ein friedliches Miteinander in gegenseitiger Anerkennung anzustreben. Viele Israelis und Palästinenser tuen genau dies schon seit langem. Aber was hilft es. wenn gleichzeitig maßgebliche Kreise das Klima vergiften, wozu ihnen jedes erlaubte und unerlaubte Mittel recht ist?

    • ‏القاعدة Der Aggressor ist bekannt ! Das erfordert Konsequentes vorgehen
      al-Qaida (arabisch ‏القاعدة‎ al-qāʿida [alˈqaːʕɪda], Das Fundament, offiziell Tandhim Qaidat al-Dschihad, deutsch Organisation der Dschihad-Basis ist ein loses, weltweit operierendes Terrornetzwerk meist sunnitischer dschihadistischer Organisationen, das seit 1993 zahlreiche Terroranschläge (meist in Verbindung mit Bekennerschreiben) in mehreren Staaten verübt hat (siehe Liste), und mit zahlreichen weltpolitischen Ereignissen im Zusammenhang steht. Viele der von dem Netzwerk verübten Anschläge gelten als terroristischer Massenmord an Zivilisten.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida

    • Eine logische und zu erwartende folge der Ereignisse vom Freitag .
      Wie will man es den Miitanten Islamisten sonst beibringen das solche Massenmorde nicht ungesühnt bleiben . Recht so Israel , nur nicht nachlassen !!!

    • Analyse der Terrorangriffe und Israels Reaktionen
      Bei koordinierten Angriffen palästinensischer Terroristen sind am Donnerstag acht Israelis getötet und 30 weitere verletzt worden. Unter den acht Todesopfern sind auch zwei Kinder. Die Anschläge ereigneten sich bei Eilat im Süden Israels entlang der israelisch-ägyptischen Grenze.



      Die Attentäter

      Der Angriff wurde im Gazastreifen durch das palästinenensische „Volkswiderstandskomitee'' (Popular Resistance Committees, PRC) geplant.

      Die Terroristen, die die Überfälle ausführten, kamen aus Gaza und überquerten die Grenze über Schmuggler-Tunnel zur ägyptischen Halbinsel Sinai. Sie fuhren dann rund 200 Kilometer südlich entlang der ägyptisch-israelischen Grenze, bis sie eine Stelle etwa 15 Kilometer nördlich von Eilat erreichten, an der die Grenze nur durch einen Drahtzaun geschützt ist.

      Israelische Streitkräfte töteten fünf der Terroristen. Ägyptische Soldaten töteten angeblich zwei weitere. Die israelische Armee (Israel Defense Forces, IDF) schätzen, dass insgesamt etwa 15 bis 20 Terroristen nach Israel eingedrungen waren, d.h. die meisten von ihnen entkamen.

      Die IDF geht davon aus, dass es das Ziel des Angriffs war, einen israelischen Soldaten zu entführen. Die IDF verfügte über Geheimdienstinformationen über einen geplanten Anschlag und hatte ihre Truppen in der Region verstärkt.


      http://haolam.de/?site=artikeldetail&id=6206

    • Wollen wir doch nur mal diesen Sachverhalt klären !
      Auslöser dieser Gewalttaten war zweifelsfrei der Beschuss zweier Busse und eines PKW , ein Raketenangriff mit Langstreckenraketen !!! Auf eine Israelische Großstadt .

      Diese Aktionen gingen von Gaza und Ägyptischen Boden aus , bis dahin war es ruhig im Süden Israels !

      Somit dürfte der Aggressor eindeutig Identifiziert sein , radikalislamische Islamisten sind Auslöser für diese Gewalttaten , was auch typisch für diese Region ( nah Ost ) ist .

    • Höchste Zeit, mit der Umsetzung der 2-Staaten-Lösung, also mit Gründung und Anerkennung eines unabhängigen Staates Palästina ein fait accompli zu schaffen. Abbas hat recht mit der Forderung, dies nicht von der vollständigen Einstellung der Terrorangriffe durch Palästinenser abhängig zu machen. Die Regierung Israels versteht sich einfach zu gut darauf, gewisse Kreise, besonders innerhalb der Hamas, zu derartigen Anschlägen zu provozieren. Und es ist zu befürchten, dass sie dies um so mehr tun, gerade weil sie erkannt haben, dass solche Anschläge ein probates Mittel sein können, die Unabhängigkeit Palästinas zu hintertreiben. Die Erfahrung zeigt, dass man dazu nur etwas an den Stellschrauben einer forcierten Siedlungspolitik oder überzogener Vergeltungsschläge drehen muss. Der UN und den USA stände es gut zu Gesicht, der israelischen Regierung eindeutig zu verstehen zu geben, dass sie entschlossen sind, die Regeln des Spiels jetzt selber zu bestimmen.
      Den Weg Palästinas in einen selbständigen Staat als einzige Lösung hat Israel selbst gewiesen, indem es sich als unfähig erwiesen hat, den Rahmen für ein friedliches Miteinander mit den Palästinensern in einem Land zu setzen.
      Die Machtmittel sind immer ungleich verteilt gewesen wie zwischen Vater und Kind. Deshalb liegt es überwiegend in der Verantwortung des Vaters, ein bockiges, beleidigtes und streitsüchtiges Kind zur Einsicht und Vernunft zu bringen. Der Vater, dem anderes nicht einfällt als seinem Kind den Weg dahin zu verbauen, vielmehr dieses immer wieder zu piesacken und zu malträtieren, dem muss die Erziehungsgewalt entzogen werden, denn ein Verbleib des Kindes unter den Fittichen eines solchen Vaters würde es unweigerlich degenerieren und sich kaum von seinen unvernünftigen, gereizten Abwehrreflexen befreien können. In der Selbständigkeit muss das aber gelingen. Für ein fortgesetztes Nachtreten gegen den Vater dürfen Trennung und Übernahme eigener Verantwortung kein Freibrief sein. Ganz im Gegenteil!

    • Komisch

      gewisse Völker können einfach nicht verzeiehen.
      Ich fidne es schlimm, dass die Palestineser es einfach nicht vergessen wollen, dass man sie kriegerisch von ihrem Land vetrieben und ermordet hat.

      Diese Massaker liegen schon über 50 Jahre zurück.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%