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Nach Tod eines Teenagers Israelische Vergeltungsangriffe auf Syrien

Die israelische Armee reagiert mit Härte auf den Tod eines 14-Jährigen durch syrischen Beschuss. Die Luftwaffe fliegt Vergeltungsangriffe auf mehrere Ziele in Syrien. Die Lage ist angespannt - auch im Westjordanland.
23.06.2014 - 08:36 Uhr
Israelische Soldaten auf der Golanhöhe: Auch mit Panzern beschossen die israelischen Truppen die syrischen Stellungen. Quelle: ap

Israelische Soldaten auf der Golanhöhe: Auch mit Panzern beschossen die israelischen Truppen die syrischen Stellungen.

(Foto: ap)

Jerusalem Nach dem Tod eines Teenagers durch syrischen Beschuss hat die israelische Luftwaffe Vergeltungsangriffe auf mehrere Ziele in dem Nachbarland geflogen. Das teilte das Militär am frühen Montagmorgen mit. Insgesamt habe man neun Ziele in Syrien angegriffen, darunter eine Kommandozentrale sowie mehrere Abschussstellen. Es habe diverse direkte Treffer gegeben. Von syrischer Seite gab es zunächst keine Reaktion.

„Der Angriff gestern war ein unprovozierter Akt der Aggression gegen Israel und eine direkte Fortsetzung der jüngsten Angriffe, die in der Gegend vorgekommen sind“, sagte Militärsprecher Oberst Peter Lerner. Israel werde es nicht tolerieren, wenn seine Souveränität verletzt werde. Man werde handeln, um israelische Zivilisten zu schützen.

Durch Beschuss aus Syrien war am Sonntag auf den israelisch besetzten Golanhöhen ein 14-jähriger Junge getötet worden. Nach israelischen Angaben wurde das Auto des Jugendlichen von einem Geschoss getroffen und explodiert. Zwei weitere Insassen, darunter nach Berichten örtlicher Medien der Vater des Jungen, seien verletzt worden.

Lerner sprach von dem schwersten Zwischenfall an der syrischen Grenze seit Beginn des Bürgerkriegs in dem Nachbarland. Er könne nicht sagen, ob das Auto von einer Rakete, Mörsergranate oder einem anderen Geschoss getroffen worden sei. Israelische Panzer beschossen danach Stellungen syrischer Regierungstruppen.

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    Der Zwischenfall ereignete sich bei Tel Haseka nahe dem Grenzübergang Kuneitra. Der Jugendliche stammte aus dem arabischen Dorf Arraba in Nordisrael. Er habe seinen Vater, einen Lastwagenfahrer, zur Arbeit begleitet, meldeten örtliche Medien.

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, er habe mit dem Vater des Jungen gesprochen und ihm sein Beileid ausgedrückt. „Unsere Feinde unterscheiden nicht zwischen Juden und Nichtjuden, zwischen Erwachsenen und Kindern“, sagte er auf einer internationalen Tagung jüdischer Journalisten.

    Auch im Westjordanland ist die Situation weiter höchst angespannt. Bei der israelischen Großfahndung nach drei verschwundenen Jugendlichen wurden am Sonntag zwei Palästinenser erschossen. Die Zahl der getöteten Palästinenser bei diesem größten israelischen Militäreinsatz in dem Autonomiegebiet seit Jahren stieg damit auf vier. Elf Menschenrechtsgruppen appellierten an die israelischen Sicherheitskräfte, von einer Kollektivbestrafung der palästinensischen Bevölkerung abzusehen.

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