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Nach Tötung von Sachartschenko Deutschland und Frankreich dringen auf Ukraine-Gespräche

Regierungssprecher Steffen Seibert warnt am Montag in Berlin vor einer Eskalation nach dem Tod des pro-russischen Separatistenführers Sachartschenko.
03.09.2018 - 16:44 Uhr Kommentieren
Die Bundesregierung werde ihr Engagement fortsetzen, so der Regierungssprecher. Quelle: dpa
Steffen Seibert

Die Bundesregierung werde ihr Engagement fortsetzen, so der Regierungssprecher.

(Foto: dpa)

Berlin Deutschland und Frankreich wollen den Gesprächsfaden im Ukraine-Konflikt auch nach der Tötung des pro-russischen Separatistenführers Alexander Sachartschenko nicht abreißen lassen. „Wir rufen alle Seiten dazu auf, sich auch jetzt weiter konstruktiv an den Verhandlungen zu beteiligen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Es ist wirklich wichtig, dass eine Eskalation jetzt vermieden wird.“

Die Bundesregierung werde ihr Engagement fortsetzen. Der Tod des Mannes mache die Umsetzung der Minsker Vereinbarung zur Entspannung der Lage in der Region nicht weniger wichtig. Auch Frankreich machte sich für neue Verhandlungen stark.

Russland hat Gespräche nach der Tötung Sachartschenkos bei einen Anschlag derzeit ausgeschlossen. „Es ist unmöglich, über künftige Treffen im Normandie-Format zu sprechen, wie dies viele unserer europäischen Partner wünschten“, hatte Außenminister Sergej Lawrow gesagt. Im sogenannten Normandie-Format beraten Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine über eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine.

Am Freitag reist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gesprächen mit Präsident Emmanuel Macron nach Frankreich. Dabei könnte auch der Ukraine-Konflikt zur Sprache kommen. Ein Sprecher des französischen Außenministeriums sagte, das Normandie-Format werde durch den Tod des Mannes nicht infrage gestellt. „Gerade dann, wenn Spannungen steigen, müssen ehrliche Verhandlungen geführt werden.“

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    Sachartschenko war am Freitag bei einer Explosion in einem Café in Donezk getötet worden. Das russische Außenministerium macht die ukrainische Führung in Kiew verantwortlich. Diese wies die Vorwürfe zurück. Der ukrainische Geheimdienst erklärte, vermutlich sei der Separatistenführer in einem Konflikt zwischen „Terroristen und ihren russischen Unterstützern“ getötet worden.

    • rtr
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