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Nach Trump-Wahl EU fürchtet Unsicherheit im Bankensektor

Brexit, schleppende Weltwirtschaft und nun die Trump-Wahl: Die EU-Kommission kämpft gegen Verunsicherungen im Bankensektor. Die Reformen nach der Finanzkrise sollen aber nicht zurückgenommen werden.
15.11.2016 - 18:16 Uhr Kommentieren
Der für die Finanzmärkte zuständige Kommissions-Vize fordert eine „verlässliche Politik“. Quelle: AFP
Valdis Dombrovskis

Der für die Finanzmärkte zuständige Kommissions-Vize fordert eine „verlässliche Politik“.

(Foto: AFP)

Brüssel Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat die Unsicherheit im Bankensektor nach Ansicht der EU-Kommission erhöht. Dazu kämen das schleppende Wachstum der Weltwirtschaft und das Votum der Briten für einen EU-Austritt, sagte der für die Finanzmärkte zuständige Kommissions-Vize Valdis Dombrovskis am Dienstag in Brüssel. „Dieses Umfeld unterstreicht mehr denn je die Notwendigkeit einer verlässlichen, mit kühlem Kopf durchgeführten Politik.“

Manche könnten versucht sein, die Reformen zurückzunehmen und die Anforderungen zu senken, die nach der Finanzkrise verabschiedet worden seien. „Aber das würde nur zu mehr Unsicherheit und Instabilität führen“, sagte Dombrovskis, ohne Trump namentlich zu erwähnen.

Der Republikaner hatte im Wahlkampf gegen die Finanzreformen Dodd-Frank gewettert. Für die Umsetzung der Regulierung ist die US-Börsenaufsicht SEC zuständig, deren Chefin Mary Jo White am Montagabend ihren Rücktritt für die nächsten Monate ankündigte.

Der Präsident des deutschen Sparkassenverbandes, Georg Fahrenschon, plädierte angesichts der Wahl Trumps dafür, die Banken-Regeln, die in der Branche „Basel IV“ genannt werden, nicht wie geplant bis Ende des Jahres abzuschließen. Er fände es klüger, den Wechsel in Washington abzuwarten, sagte Fahrenschon in Brüssel. Dann wisse man im Frühjahr besser, wie sich die neue US-Regierung aufstelle.

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