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Nach Tsunami Zahl der Todesopfer in Indonesien steigt auf 1234 – erneut schwere Erdstöße

Die Erde im südostasiatischen Indonesien kommt nicht zur Ruhe. Erneut haben Erdstöße das Land erschüttert – betroffen ist eine Insel im Süden.
Update: 02.10.2018 - 09:28 Uhr Kommentieren

Tsunami in Sulawesi – Behörden befürchten tausende Todesopfer

Palu, JakartaDie Zahl der Todesopfer der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Indonesien ist auf 1234 gestiegen. Das teilte der Sprecher des indonesischen Katastrophenschutzes, Sutopo Purwo Nugroho, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Jakarta mit. Es gebe zudem 799 Menschen, die ernsthaft verletzt worden seien.

Aktuelle Zahlen aus den Gegenden Sigi und Balaroa seien noch nicht verfügbar, sagte Nugroho. Damit dürfte die Opferzahl wahrscheinlich ein weiteres Mal steigen. Bislang war von 844 Todesopfern des Erdbebens der Stärke 7,5 auf der Insel Sulawesi und des darauffolgenden Tsunamis die Rede gewesen.

Am Dienstagmorgen wurde das Land erneut von schweren Erdstößen erschüttert. Ein Beben der Stärke 6,3 traf um 7.16 Uhr Ortszeit (2.16 MESZ) die Insel Sumba, wie die indonesische Geophysik-Behörde mitteilte. Das Zentrum lag demnach in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern rund 66 Kilometer südwestlich der Insel im Meer.

Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Antara wurde in Wula Waijelu eine Brücke beschädigt, Berichte über weitere Schäden lagen aber nicht vor. Unmittelbar vor dem Beben hatte es laut der US-Behörde USGS einen weiteren Erdstoß der Stärke 5,9 gegeben.

Indonesien leidet immer noch unter den Folgen einer ganzen Serie von Beben mit einer Stärke bis zu 7,4 und eines Tsunamis, die am Freitag die Insel Sulawesi getroffen hatten. Inzwischen herrscht auf der Insel Chaos. Den Einsatzkräften fehlt es an Material. Die Überlebenden klagen über fehlende Lebensmittel und Treibstoff. Der südostasiatische Inselstaat mit insgesamt etwa 260 Millionen Einwohnern hat um internationale Hilfe gebeten.

Martina Djera, Vorsitzende des Amts für Katastrophenschutz im Bezirk Ost Sumba, sagte der Deutschen Presse-Agentur, das jüngste Beben habe einige Risse an Hauswänden verursacht. Das Beben habe sich stark angefühlt. „Einwohner flohen in Panik aus ihren Häusern. Schulkinder weinten vor Angst.“

Die Insel Sumba liegt mehrere hundert Kilometer südlich von Sulawesi. In diesem Sommer hatte es bereits auf der indonesischen Insel Lombok eine Serie von schweren Erdbeben gegeben. Dabei kamen mehr als 500 Menschen ums Leben. Die Erschütterungen waren damals auch auf der Nachbarinsel Bali zu spüren.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Für die Einwohner sind Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche keine neue Erfahrung. Beim Mega-Tsunami an Weihnachten 2004 starben dort mehr als 160.000 Menschen, so viele wie in keinem anderen Land der Region. Insgesamt kamen damals in den östlichen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans etwa 230.000 Menschen ums Leben.

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  • ap
  • dpa
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