Nach Vertrauensabstimmung Montis Sparpaket ist unter Dach und Fach

Nachdem nun beide Kammern des Parlaments dem Sparpaket des italienischen Ministerpräsidenten zugestimmt haben, gilt die Umsetzung der Sanierungspläne als sicher. 30 Milliarden Euro sollen die Maßnahmen bringen.
Update: 22.12.2011 - 20:30 Uhr 7 Kommentare
Italiens Ministerpräsident Mario Monti. Quelle: Reuters

Italiens Ministerpräsident Mario Monti.

(Foto: Reuters)

RomDer italienische Ministerpräsident Mario Monti hat am Donnerstag eine entscheidende Hürde hin zur Umsetzung seines Sparpakets genommen. Der Senat sprach sich in einer Vertrauensabstimmung mit deutlicher Mehrheit für die Pläne zur Sanierung des Staatshaushalts aus. Die Abgeordnetenkammer des Parlaments hatte bereits in der vergangenen Woche seine Zustimmung erteilt.

Der endgültigen Bestätigung des Pakets, das 30 Milliarden Euro durch Steuererhöhungen und Änderungen bei den Renten bringen soll, dürfte damit nichts mehr im Wege stehen. Die Zustimmung im Senat erfolgte mit 257 zu 41 Stimmen. Ein negatives Votum hätte die neue Regierung bereits nach wenigen Wochen im Amt zu einem Rücktritt gezwungen.

Basisdaten Italien

Quelle: Information Research

In einer Mitteilung an die Abgeordneten hatte Monti vorab erklärt, das Sparpaket sei „von extremer Dringlichkeit“ und werde es Italien ermöglichen, „sich der europäischen Krise mit erhobenem Haupt zu stellen“.

Vor allem die Aussicht auf eine Anhebung des Renteneintrittsalters erhitzt in Italien die Gemüter. Trotz der großen Zustimmung für das Maßnahmenpaket im Parlament kritisieren vornehmlich Abgeordnete aus dem linken und dem rechten Spektrum die Reform des Rentensystems. Gewerkschaften protestierten in der vergangenen Woche mit zahlreichen Streiks gegen die Sparpläne.

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7 Kommentare zu "Nach Vertrauensabstimmung: Montis Sparpaket ist unter Dach und Fach"

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  • @ Rainer_J,
    Hier die Spitzensteuersätze in Europa:
    http://www.iv-mitgliederservice.at/upload_img_300/3799-print300.jpg

  • @ Rainer_J,
    wie soll ich Dein Kommentar interpretieren?
    Meinst Du man sollte die Italiener höher besteuern als die Deutsche? Der deutsche Spitzensteuersatz liegt auch unter 50%. Insgesamt, prozentual zum Einkommen, werden in Italien mehr Steuer bezahlt Pro Kopf als in Deutschland!
    ARBEITSKOSTEN 2010 / Pro Stunde. (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW), EUROSTAT, Aktualisierung: November 2011)
    Italien 25,82
    Deutschland 34,47
    EU (16) 29,42
    EU (27) 23,62

  • @ Rainer_J
    wko.at/statistik/eu/europa-arbeitskosten.pdf

  • @ Rainer_J,
    wie soll ich Dein Kommentar interpretieren?
    Meinst Du man sollte die Italiener höher besteuern als die Deutsche? Der deutsche Spitzensteuersatz liegt auch unter 50%. Insgesamt, prozentual zum Einkommen, werden in Italien mehr Steuer bezahlt Pro Kopf als in Deutschland!
    ARBEITSKOSTEN 2010 / Pro Stunde. (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW), EUROSTAT, Aktualisierung: November 2011)

    Italien 25,82
    Deutschland 34,47
    EU (16) 29,42
    EU (27) 23,62

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  • Erst wenn die deutsche Vakuumpumpe aufhört Kapital ins Nichteuroausland zu transferieren wird sich die Lage im Euroraum noramlisieren.
    Die enorme Gewinne die deutsche Konzerne im Euroraum realisiert haben, sind fast allein ins Nichteuroausland reinvestiert worden. Bsp.: VW will grösster Autobauer der Welt werden und baut Fabriken in der ganzen Welt mit Gewinne aus dem Euroraum.
    Mir, als nicht Deutscher, ist es egal wer die Gewinne macht, Hauptsache die Wirtschaften der Euroländer brummen.
    Das ist aber wegen der deutschen Vakuumpumpe, nicht der Fall.
    Es ist eigentlich eine Kapitalflucht vom Euroraum ins Nichteuroausland, über den permanenten deutscher Leistungbilanzüberschuss, im Gange.
    Und das dürfen wir uns Europäer aller Couleurs nicht gefallen lassen, mit allen Mitteln, legal ode illegal, muss das verhindert werden.

  • Spitzensteuersatz für Reiche wahrscheinlich immer noch unter 50%. Lächerlich.

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