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Nach Wahlschlappe Hollande holt Parteichef Désir in Regierung

Personalwechsel bei den in Frankreich regierenden Sozialisten: Präsident Hollande holt Parteichef Désir in die Regierung. Der politikerfahrene frühere Börsenaufseher Jouyet wird Generalsekretär des Präsidentenpalastes.
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Präsident Hollande holt Parteichef Harlem Désir in die Regierung. Quelle: AFP

Präsident Hollande holt Parteichef Harlem Désir in die Regierung.

(Foto: AFP)

Paris Nach dem Austausch des Premierministers gibt es in Frankreich nun auch einen Wechsel an der Spitze der Regierungspartei. Zehn Tage nach der Wahlschlappe seiner Sozialisten bei den Kommunalwahlen ernannte Präsident François Hollande am Mittwoch den erst vor eineinhalb Jahren an die Spitze der Partei gerückten Harlem Désir zum Staatssekretär für Europafragen. Er wird innenpolitisch damit eine weniger hervorgehobene Rolle spielen als zuvor. Désirs Nachfolger soll mindestens bis zum nächsten großen Parteitag Jean-Christophe Cambadélis werden.

Der 62-jährige Cambadélis gilt als innerparteilicher Rivale des zuletzt als blass und erfolglos kritisierten Désir (54). Unter der Führung von Désir hatte die PS bei den Kommunalwahlen ein herbe Niederlage einstecken müssen. Die Schlappe wird auch auf die Unbeliebtheit Hollandes zurückgeführt.

Neben Désir wurden unter anderen Christian Eckert (Budget) und Fleur Pellerin (Außenhandel) zu Staatssekretären in der in der vergangenen Woche von Hollande (59) umgebildeten Regierung ernannt. Das deutlich verkleinerte Team wird von Manuel Valls geführt, der auf den bisherigen Premierminister Jean-Marc Ayrault folgte.

Ein weiteres Spitzenamt in seinem unmittelbaren Umfeld ließ Hollande am Mittwoch mit Jean-Pierre Jouyet (60) besetzen, der von 2008 bis 2012 die französische Finanzmarktaufsicht AMF leitete und zuletzt Chef der Staatsbank Caisse des Dépôts et Consignations war. Er ist neuer Generalsekretär des Elyséepalastes. Jouyet gilt als Vertrauter Hollandes, obwohl er von 2007 bis 2008 als Europa-Staatssekretär in der Regierung des konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy diente. Er folgt auf Pierre-André Lemas.

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  • dpa
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