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Nach westlichen Sanktionen Russland holt zum Gegenschlag aus

Die Maßnahmen dürften auch deutsche Unternehmen hart treffen, und es ist womöglich nur der Anfang: Nach den Sanktionen des Westens plant Russlands Präsident Wladimir Putin Überflugbeschränkungen für europäische Airlines.
05.08.2014 - 19:29 Uhr 11 Kommentare
Er scheint Ernst machen zu wollen: Russlands Präsident Wladimir Putin will die heimische Wirtschaft protegieren und Europas Unternehmen im Gegenzug treffen. Quelle: dpa

Er scheint Ernst machen zu wollen: Russlands Präsident Wladimir Putin will die heimische Wirtschaft protegieren und Europas Unternehmen im Gegenzug treffen.

(Foto: dpa)

Moskau Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Regierung angewiesen, Vergeltungsmaßnahmen für die jüngsten westlichen Sanktionen gegen sein Land vorzubereiten. „Natürlich sollte das sorgfältig geschehen, um einheimische Hersteller zu unterstützen und die Verbraucher nicht zu belasten“, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Dienstag Aussagen Putins. Die Zeitung „Wedomosti“ hatte zuvor berichtet, Russland werde als Reaktion auf die EU-Sanktionen möglicherweise die Überflugrechte für europäische Fluggesellschaften über Sibirien beschneiden oder streichen. Dies könnte die Kosten für Flüge nach Asien in die Höhe treiben. Wegen der Kämpfe in der Ostukraine sind nach UN-Angaben knapp eine dreiviertel Million Menschen aus ihrer Heimat nach Russland geflüchtet.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew drohte mit Vergeltung für den schweren Schlag, den die EU-Sanktionen der Aeroflot-Tochter Dobriolot zufügten. Die Billigfluggesellschaft der staatlichen Fluglinie musste sämtliche Flüge aussetzen, weil die Strafmaßnahmen ihre Leasing-Vereinbarungen mit europäischen Partnern zunichte machten. Dobriolot bot bisher Verbindungen auf die Halbinsel Krim an, die Russland im März seinem Territorium angegliedert hatte. Die Region ist ein beliebtes Urlaubsziel vieler Russen. „Wir sollten über Möglichkeiten für Vergeltungsmaßnamen beraten“, sagte Medwedew bei einem Treffen mit dem russischen Verkehrsminister und einem Aeroflot-Vorstandsmitglied.

„Wedomosti“ berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, Russland werde möglicherweise die Überflugrechte europäischer Gesellschaften über Sibirien beschränken oder sogar ganz streichen. Das Außen- und das Verkehrsministerium diskutierten über einen solchen Schritt, der für die europäischen Fluggesellschaften deutliche Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren asiatischen Konkurrenten bedeuten würde. Durch den Umweg dürften bei Verbindungen nach Asien die Flugzeiten ebenso steigen wie die Treibstoffkosten. Zugleich würde allerdings auch Russland die Überfluggebühren einbüßen.

Allein Aeroflot profitiert laut „Wedomosti“ mit rund 220 Millionen Euro pro Jahr von diesen Abgaben. Die Aktie des Konzerns war am Dienstag das Schlusslicht im Moskauer Aktienindex und verlor mit 5,9 Prozent deutlich stärker als der Gesamtmarkt, der mit 1,4 Prozent im Minus war.

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    Ein Flugverbot über Sibirien könnte die europäischen Fluglinien einschließlich Lufthansa, British Airways und Air France laut „Wedomosti“ etwa eine Million Euro in drei Monaten kosten. Schon in der Vergangenheit während des Kalten Krieges durften westliche Fluggesellschaften nicht durch den russischen Luftraum nach Asien fliegen. Sie mussten stattdessen eine Route über den Persischen Golf oder den US-Flughafen Anchorage in Alaska auf dem Weg über den Polarkreis wählen.

    Sicherheitsberatungen in der Luftfahrtbranche
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    11 Kommentare zu "Nach westlichen Sanktionen: Russland holt zum Gegenschlag aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Ein Flugverbot über Sibirien könnte die europäischen Fluglinien einschließlich Lufthansa, British Airways und Air France laut „Wedomosti“ etwa EINE MILLION Euro in drei Monaten kosten."

      Eine Million oder über eine Milliarde? Schreibfehler oder Vorsatz? Falsche Recherche oder Tausendfache Untertreibung? Die Versuchen es echt mit allen Mitteln :D

    • en. Dies könnte die Kosten für Flüge nach Asien in die Höhe treiben. Wegen der Kämpfe in der Ostukraine sind nach UN-Angaben knapp eine dreiviertel Million Menschen aus ihrer Heimat nach Russland geflüchtet.
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      Das swar aucvh in den Nachrichten zu hören.
      Ist doch erstaunlich, die flüchten nach Russland
      Auch ukrainische Soldaen flüchten nach Russland.
      Komisch, ich dachte, die flüchten zu uns.
      Tja da hat Merkel wohl nicht überlegt, sondern nur mitgemacht was Obama fordert.
      Obama ist der schlimmste Präsident den es je in den USA gab, das sagen sogar Umfragen in den USA

    • Ted Toloro
      was für Agressionen hat Russland denn begangen?
      Wer hat denn begonnen it dem Zündeln in der Ukraine?
      Erst überlegen, dann schreiben

    • Gibt es denn bei uns keinen einzigen Politiker, der angesichts der begonenen Wahnsinnslawine von Sanktionen und Gegensanktionenfür ein paar Minuten versucht, Abstand zu gewinnen und zurückzukehren zur Vernunft?

      Warum treffen sich nicht Merkel, Steinmeier und Putin spontan irgendwo an einem neutralen Ort, um wenigstens den Versuch zu unternehmen, die Lawine des Wahnsinns zu stoppen?

      Wenn unsere Regierung meinen sollte, mit Putin zu reden, habe keinen Sinn, weil dieser der Inbegriff des Bösen sei und fast ein neuer Hitler, dann sollten sie vielleicht einmal darüber nachdenken, warum denn über 700 000 Flüchtlinge aus der Ukraine ausgerechnet im Reich dieses Bösewichts Zuflucht suchen.

      Ob diese vielen Menschen denn allesamt so dumm sein können, dass sie nicht erkennten, dass sie ausgerecht beim Teufel Schutz suchen? Glaubt unsere Regierung denn wirklich, dass sie im fernen Berlin viel besser über die Situation vor Ort informiert seien als die Menschen, die dort wohnen und in ihrer Verzweiflung fliehen?

    • Mein ist die Rache, spricht Putin
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      Die Zeitung „Wedomosti“ hatte zuvor berichtet, Russland werde als Reaktion auf die EU-Sanktionen möglicherweise die Überflugrechte für europäische Fluggesellschaften über Sibirien beschneiden oder streichen. Dies könnte die Kosten für Flüge nach Asien in die Höhe treiben.

      Darauf folgt dann wieder die Gegenreaktion der EU. Z.B. keine Lieferung von High Tech und Maschinen.

      Als Nächstes ist dann wieder Russland an der Reihe. Sie werden dann die Energielieferungen an die EU stoppen.

      Dann wieder die EU: Der Zugang zu den Finanzmärkten wird gesperrt.

      Und so geht es weiter.

    • wow HB, jetzt streichen Sie sogar schon Nachrichten von Börse-Online
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      Ukraine Update: Der polnische Außenminister Sikorski hat Russland vor Krieg gewarnt und darauf hingewiesen, dass Russland bereit für den Einmarsch sei. Nach Angaben der Ukraine hat Putin mittlerweile 45.000 Soldaten und viel schweres Gerät an der Grenze zusammengezogen.

      www.boerse-go.de/jandaya/
      Jandaya – tägliche Echtzeit-Berichterstattung zu Trends, News und Ereignissen an den Märkten. Jandaya ist die Quelle für Echtzeitnachrichten für Anleger und ++++++++++++++++++++

    • Danke Herr Obama, das alleine kosten den EU-Airlines
      1.000.000.000 Euro für 1/4 Jahr

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      spiegel-online
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      Wenn es zu Einschränkungen bei der Nutzung der Trans-Sibirien-Route käme, stiegen die Kosten für Flüge nach Asien. Eine ungenannte Quelle der Zeitung schätzt die Schäden allein für die drei großen europäischen Fluglinien Lufthansa Chart zeigen, British Airways Chart zeigen und Air France Chart zeigen auf eine Milliarde Euro, falls das Verbot drei Monate aufrechterhalten wird.

    • oje, iwa reißt wohl auch dem geduldigsten Mann mal die Hutschnur.

      Gerade kippen die Märkte in die Stufe-II und wie man hört soll Russland evtl kurz davor stehen und will in die Ukraine einmarschieren.
      [...]

      Soll er sich doch erst mal um seine eigenen Probleme kümmern. Wenn ich das schön höre, dass die jetzt von der Giftspritze zum Erschießen übergehen wollen.

      Und das soll eine Demokratie sein??
      Menschnrechte??

      Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Liebes Handelsblatt, das mag ja alles sachlich und fachlich richtig sein, aber wir sollten trotzdem nicht vergessen wo unsere Prioritaeten liegen. Aus der Geschichte haben wir gelernt das wenn wir Aggression dulden nur um in Ruhe und Frieden weiterleben zu koennen (unseren Geschaeften nachgehen) dies nicht zu einer langfristigen Deeskallation fuehrt, sondern dies viel mehr eine Einladung an den Aggressor ist genau so weiter zu verfahren. Die Wirtschaft muss sich den gesellschaftlichen Interessen unterordnen und dabei spielt es letztendlich keine Rolle wie hoch der Schaden ist der daraus entsteht. Die Alternative fuehrt zwangslaeufig irgendwann zum Totalschaden. Meine Meinung!

    • Es ist Putin´s gutes Recht, auf die gegen Russland verhängten Sanktionen zu antworten. Das scheint man in Deutschland vergessen zu haben. Wir, oder besser unsere Volksverräter, lassen sich ja von der Amis an der Nase herumführen und zucken höchstens mit den Schultern.

      Oder liegt es daran, dass Russland ein souveränes Land ist?

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