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Nachfolge von Fed-Chefin Yellen Powell ist der logische Kandidat für Trump

Donald Trump wird die Nachfolge von Janet Yellen an der Spitze der US-Notenbank Fed voraussichtlich auf unspektakuläre Weise lösen: Jerome Powell ist die logische Wahl für den US-Präsidenten.
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Wie schon Janet Yellen wird Powell wahrscheinlich einen vorsichtigen geldpolitischen Kurs einschlagen. Quelle: AP
Jerome Powell

Wie schon Janet Yellen wird Powell wahrscheinlich einen vorsichtigen geldpolitischen Kurs einschlagen.

(Foto: AP)

New YorkMehrere US-Medien haben erfahren, dass US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen - wahrscheinlich am Donnerstag - Jerome Powell als Nachfolger von Janet Yellen als Chef der US-Notenbank (Fed) vorschlagen will. Ein winziger Rest von Unsicherheit bleibt noch. Aber es spricht alles dafür, dass Trump mit Powell die Wahl trifft, die für ihn selber am Besten und Unkompliziertesten ist.

Der 64-jährige Powell ist seit gut fünf Jahren schon Fed-Gouverneur. Er ist gelernter Jurist und hat in der Vergangenheit zeitweise als Investmentbanker, im US-Finanzministerium und bei der Beteiligungsgesellschaft Carlyle gearbeitet.

Anders als Yellen und deren Vorgänger Ben Bernanke ist er kein Ökonom mit akademischen Weihen. Laut Peter Hooper von der Deutschen Bank, der Powell schon lange für einen Favoriten bei der Yellen-Nachfolge hält, kann Powell aber geldpolitische Probleme sehr überzeugend auch vor einem ausgefuchsten Fach-Publikum erläutern.

Geldpolitisch gilt Powell als Yellen nahestehend. Das heißt, er wird einen vorsichtigen Kurs einschlagen, um zu vermeiden, dass mit zu schnellen Zinserhöhungen die Konjunktur abgewürgt wird. Bei seinen Kollegen ist er angesehen, sodass es zu keinen Reibungen kommen dürfte, wenn er das begehrte Amt bekommt. Politisch gilt er als den Republikanern nahestehend und dürfte daher den Senatoren aus Trumps Partei leichter zu vermitteln sein als es eine zweite Amtszeit für Janet Yellen. Der Senat muss der Ernennung zustimmen.

Powell gilt in Fragen der Bankenregulierung als etwas großzügiger als Yellen, aber keineswegs als radikal. US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich mehrfach positiv über ihn geäußert. Mnuchin will die Auflagen für Banken erleichtern, aber seine bisherigen Vorschläge sind recht moderat. Powell und er werden auf dem Gebiet wahrscheinlich zu gemeinsamen Vorschlägen kommen können.

Alles in allem ist Powell daher die logische Wahl für Trump: Ruhe an der geldpolitischen Front, Flexibilität bei Aufsichtsfragen. Weil der gesamte Finanzbereich kein Kernthema ist, mit dem er seine Anhängerschaft begeistern muss, scheint eine ruhige, pragmatische Lösung möglich zu sein.

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2 Kommentare zu "Nachfolge von Fed-Chefin Yellen: Powell ist der logische Kandidat für Trump"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der US-Präsident ist, wie die meisten anderen "Staatsoberhäupte" nur eine Puppe des Systems, wobei das System die eigentliche Macht darstellt. Auch wenn der aktuelle Präsident Milliardäre ist, die Macht die ihn zu Aktionen zwingt ist mindestens 10 hoch 6 mal größer. Er verschwindet also. Es gibt ihn nicht. Es gibt ihn in den Medien für das dumme Volk, damit der eine Teil jubelt und der andere pöbelt und damit die Leute ihre Lebenszeit nach der Arbeit mit sinnlosen Diskussionen verbringen. "Was hat Trump auf Twitter gesagt? Ich kann es nicht fassen" "Endlich redet einer mal Klartext" etc. Was hat denn Trump in bald ein Jahr denn gemacht? Was hat er denn zum Wohle des amerikanischen Volkes oder der Weltbevölkerung gemacht? Einfach: Nichts. Was hätte Hillary gemacht? Einfach: Nichts. Das ist doch gar keine Demokratie. Es gibt mehr Einschränkungen als Freiheiten, wie kann man da noch von "the land of the free" reden?

    Nun zur FED...sie druckt und druckt...und die EZB sie druckt auch...und BOJ...und die SNB...sie druckt auch etc. Währungskrieg wenn alle sich in Basel bei der BIZ treffen? Das ist ein abgekartetes Spiel und das größte Umverteilungsprogramm in der Geschichte der Menschheit. Warum ist das so? Man würde denken nun gut, wenn die Verlierer irgendwann dagegen protestieren hat sich das langfristig nicht gelohnt. Die Hoffnung der Eliten ist natürlich, dass sie zum Zeitpunkt X einen sinnlosen Krieg(hasse den Russen, hasse die Flüchtlinge, hasse Andersdenkende) anfangen oder eben Polizeitstaaten errichten (was aktuell fast überall im vollen Gange ist) und danach mit der Automatisierung und weniger Verteilung(weil viele Menschen während des Prozesses "verschwinden" noch besser leben.

  • Hut ab,

    soweit ich das HB verfolge ist dies der erste ausgewogene Artikel zum aktuellen US Präsidenten!