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Nachfolge von Nursultan Nasarbajew Hunderte Festnahmen bei Protesten gegen Präsidentenwahl in Kasachstan

Nach der Präsidentenwahl in Kasachstan sind bei Protesten Hunderte Menschen festgenommen worden. Bilder zeigen ein massives Polizeiaufgebot.
09.06.2019 Update: 09.06.2019 - 23:33 Uhr Kommentieren
Kasachische Polizisten blockieren Demonstranten bei Protesten gegen die Regierung während der Präsidentschaftswahlen. Quelle: dpa
Präsidentenwahl in Kasachstan

Kasachische Polizisten blockieren Demonstranten bei Protesten gegen die Regierung während der Präsidentschaftswahlen.

(Foto: dpa)

Moskau In Kasachstan haben am Sonntag Hunderte von Menschen gegen die Präsidentenwahl am selben Tag demonstriert. Die Polizei löste die Kundgebungen in der Hauptstadt Nursultan und der Wirtschaftsmetropole Almaty mit Gewalt auf; nach Angaben des stellvertretenden Innenministers Marat Koschajew wurden rund 500 Demonstranten festgenommen und zu Polizeiwachen gebracht. Unklar blieb zunächst, ob und welche Beschuldigungen gegen sie erhoben werden.

Der langjährige und autoritär regierende Präsident Nursultan Nasarbajew hatte im März überraschend seinen Rücktritt erklärt und eine vorgezogene Neuwahl des Staatschefs angekündigt. Bis dahin war erwartet worden, dass der 78-Jährige bei der turnusmäßigen Präsidentenwahl im kommenden Jahr noch einmal antritt.

Wie erwartet zeichnet sich ein Sieg von Kassym-Schomart Tokajew (66) ab. Der Übergangspräsident erhielt am Sonntag verschiedenen Prognosen zufolge etwa 70 Prozent der Stimmen, wie die Staatsagentur Kazinform auf Basis von Nachwahlbefragungen meldete. Tokajew gilt als Vertrauter Nasarbajews. Mit einem offiziellen Endergebnis wird erst am Montag gerechnet.

Fast zwölf Millionen Wähler waren zur Abstimmung aufgerufen. Sie konnten zwischen insgesamt sieben Bewerbern wählen. Die Wahlbeteiligung lag den Behörden zufolge bei 77 Prozent. Nasarbajew hatte bei seiner letzten Wahl 2015 rund 97 Prozent der Stimmen geholt.

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    Nach Nasarbajews Rücktritt hatte es im Frühjahr mehrere Protestkundgebungen gegen die Regierung gegeben. Nasarbajew regierte die wohlhabendste der ehemaligen Sowjetrepubliken seit seiner Unabhängigkeit 1991. Nach seinem Rücktritt wurde ihm zu Ehren die kasachische Hauptstadt von Astana in Nursultan umbenannt.

    Mehr: Zum fünften Mal in 60 Jahren ändert sich der Name der kasachischen Hauptstadt. Warum sie ab jetzt nach dem langjährigen Präsidenten Nursultan Nasarbajew benannt ist, lesen Sie hier.

    • dpa
    • ap
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