Nachfolger gesucht Juncker will endgültig gehen

Dieses Mal meint Jean-Claude Juncker es ernst. Er will den Eurogruppen-Vorsitz Anfang nächsten Jahres abgeben. Einen Nachfolger für ihn gibt es immer noch nicht.
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Jetzt will er also doch gehen: Jean-Claude Juncker. Quelle: dpa

Jetzt will er also doch gehen: Jean-Claude Juncker.

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BerlinDie Auskunft aus Luxemburg ist glasklar: „Jean-Claude Juncker hat im Juli gesagt, dass er nur noch bis Anfang nächsten Jahres Eurogruppen-Vorsitzender ist. Dabei bleibt es“, sagte Junckers Sprecher dem Handelsblatt. Er beendet damit Spekulationen, dass Juncker am Ende doch länger an der Spitze der Euro-Gruppe bleibt als von ihm selber angekündigt. Beim vorigen Mal habe Juncker die „dringenden Bitten“ der Euro-Regierungschefs noch erhört. „Doch dieses Mal wird das nicht mehr passieren“, sagte der Sprecher.

Wenn der Luxemburger es tatsächlich so ernst meint mit seinem Abgang, dann wird es schwierig für die Euro-Zone. Denn ein Nachfolger ist weit und breit nicht in Sicht. „Im Augenblick haben wir andere Sorgen“, verkündete Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gestern in Brüssel. Seine eigene Bewerbung für das Amt erwähnte der deutsche Kassenwart wohlweislich nicht mehr. Anfang des Jahres hatte die Bundesregierung Schäuble als ihren Kandidaten für den Eurogruppen-Vorsitz ins Spiel gebracht. Doch die Bewerbung scheiterte dann am Widerstand des frisch gewählten französischen Staatspräsidenten Francois Hollande.

Am Ende musste Juncker noch einmal in die Bresche springen. Für eine volle Amtszeit von zweieinhalb Jahren stehe er aber nicht mehr zur Verfügung, verkündete der Luxemburger nach seiner Wiederwahl im Juli. Anfang 2013 wolle er das Amt endgültig abgeben.

Damit steht der Euro-Gruppe ein Déjà-Vu-Erlebnis bevor. Seit dem Sommer hat sich nämlich nicht viel geändert. Frankreich hegt immer noch Bedenken gegen Schäuble. Der Deutsche gilt in der Euro-Gruppe mehr denn je als knallharter Vertreter deutscher Interessen und als Polarisierer. So tat Schäuble alles, um direkte Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds ESM für spanische Banken zu verhindern. Nur gesunde Banken dürften direkte Kapitalspritzen aus dem ESM erhalten.

Kein Land dürfe die Altlasten seiner Geldbranche bei dem Rettungsfonds abladen, verkündete Schäuble im Oktober gemeinsam mit seinen finnischen und niederländischen Amtskollegen. Damit machte sich Schäuble bei den Südeuropäern noch unbeliebter. Und es gilt in Brüssel nun als noch unwahrscheinlicher, dass der Deutsche jemals Chef der Euro-Gruppe wird. „Er ist wahrlich kein Traumkandidat für das Amt“, sagt ein EU-Diplomat.

Nur eines hat sich seit dem Sommer geändert: Juncker, der die Euro-Gruppe schon seit 2005 leitet, will die Kohlen nicht noch einmal aus dem Feuer holen. Vielleicht wartet der 57-Jährige noch darauf, dass die Euro-Zone und der IWF das derzeit löchrige Hilfspaket für Griechenland neu schnüren. Spätestens im Januar wird die Frage nach Junckers Nachfolge aber auf den Tisch kommen. Die Regierung in Paris hat sich darauf offenbar auch schon eingestellt. Vielleicht schafft es Frankreich dann ja, einen konsensfähigen Kandidaten für das Amt zu präsentieren. Eine Auskunft dazu ließ sich Frankreichs Finanzminister diese Woche aber noch nicht entlocken. Pierre Moscovici wiegelte ab: „Nächstes Jahr ist nächstes Jahr.“

 
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34 Kommentare zu "Nachfolger gesucht: Juncker will endgültig gehen"

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  • @ Vicario
    Eine Voraussetzung erfüllt sie je zumindest. Ihre Glaubwürdigkeit ist genauso im A.... wie die von Fluncker.

  • Mich würde es nicht wundern, wenn unsere Staatsratsvorsitzende das Amt beansprucht....nachdem vielleicht die Erleuchtung zu Weihnachten kommt, daß sie im eigenen Land ausgesch.......hat ?

  • ich hätte einen guten Vorschlag für einen Nachfolger:

    NiGEL FARANGE! - der beste Politiker des Europäischen Parlaments! - hier eine KOstprobe:

    https://www.youtube.com/watch?v=n3xKhtph6d4

    .

  • @dago

    Abends auf youtube zu sehen wie der laufende Hosenanzug in 10 Sekunden 100 Meter zurücklegt und ein paar wütige Handwerker mit Dachlatten hinterher könnte glatt einen verkorsten Tag retten:-) Hoffentlich bekommen alle Politiker die Schläge, die sie sich redlich verdient haben!

    Für jeden veruntreuten Euro ein Schlag mitten in die Fresse. Bei Juncker sollte man dafür Tyson engagieren.

  • Juncker ist der Jago der EUdSSR und jetzt macht er sich aus dem Staub.

  • Mit Mob durch die Straßen jagen evtl. doch nicht, aber zur Verantwortung ziehen auf jeden Fall.und zwar alle.
    Die , die für de Euro verantwortlich sind !
    Die,die ca.9 Jahre zuschauten wie sich Staaten verschuldeten und das Geld verbrauchten,ohne es zu merken.
    Die , die die Maastrichter Verträge an einem Wochenende mehrfach gebrochen haben,
    Die , die mit einer korrupten Regierung in GR. seit 3 Jahren inkonsequent verhandeln, nachverhandeln, nachgeben, wieder und wieder Aufgaben stellen, die nicht erfüllt werden,
    Die ,die sich als unwillig und inkompetent in GR zeigten
    Steuern einzutreiben und Steuer-und Kapitalflucht zu verhindern.
    Die, die in der EU Investitionen genehmigten , wie z.B.unnütze Airports, Infrastruktur etc. in Spanien etc.
    und einige mehr, egalwas ihre heutige Position ist.

  • Zitat:"Seht doch selber was Merkel und Partei aus Europa gemacht hat."

    Man kann unsere Regierung nur vorwerfen, dass sie bei dieser illegalen Veruntreuung von deutschem Steuergeld mitmacht!

    Mit der Überschuldung der FPIGS-Länder hat unsere Regierung NICHTS zu tun. Das ist die alleinige Schuld der FPIGS-Länder!

  • oder Räuber Hotzenplotz oder Schulz?

  • @Eurobonds

    Wenn Europa für "Lügen" steht, dann hätten sie recht. Dann bräuchten wir Juncker, die Fehlkonstruktion Eurozone und die FPIGS-Schmarotzer. Ansonsten nicht.

  • "Man hat keinen wie Juncker" soll wohl heißen, man hat keinen solchen Euroideologen mehr wie Juncker.

    Juncker will einfach nicht in Europa sein, sondern weit weg in Chile. Geht der Euro unter, dann wollen die Bürger Schuldige benannt haben, die vor Gericht gestellt werden.

    Juncker würde ganz sicher vor Gericht kommen, wenn er in Europa greifbar wäre. Seine einzige Chance ist es, sich noch frühzeitig Richtung Südamerika zu verabschieden.

    Längerer Urlaub wegen gesundem Seeklima versteht sich und um sich von dem ganzen illegalen Rettungstheater zu erholen, das am Ende doch nichts gebracht hat.

    Die Fehlkonstruktion Euro ist gescheitert, der Vorhang ist gefallen und Juncker macht sich durch die Hintertür aus dem Staub, während im EUdSSR-Theater die Eurofanatiker noch laut klatschen, aber bald realisieren werden, dass sie es sind, die der Mob durch die Straßen jagen wird, während Juncker über alle Berge ist.

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