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Nachschub benötigt Syrische Armee muss Reservisten mobilisieren

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Auch Oppositionelle sollen nun dienen


Der Artillerist Fadi sorgt sich, in der Nachbarschaft als Verräter zu gelten, sollte er seinen Plan wahr machen und sich der Einberufung entziehen. Fadi gehört wie Assad und sein Machtzirkel zur Glaubensgemeinschaft der Alawiten. "Sollte meine Gemeinde herausfinden, was ich machen will, würde ich als Verräter gelten. Keiner würde mich verstecken." Doch die Aussicht auf einen Dienst in der Armee sei für seine Familie schrecklich. "Ich will nicht, dass mein Baby ohne Vater aufwächst. Meine Frau kann gar nicht mehr mit dem Weinen aufhören."

Der Rechtsanwaltsgehilfe hat den Schritt in die Illegalität gewagt. Er berichtet, an einem Kontrollposten in der Hauptstadt angehalten und an eine Kaserne außerhalb der Stadtgrenzen gebracht worden zu sein. Dort sollte er zwei Wochen lang ausgebildet werden. Eines Nachts gelang ihm die Flucht. Nun versteckt er sich.

Kaum jemand entgeht in diesem Tagen dem Militär. Wer gedient hat, braucht etwa die Zustimmung der Armee, um einen Pass zu beantragen, eine Arbeit im öffentlichen Dienst zu bekommen oder zu heiraten. Einberufen werden sogar erklärte Regierungsgegner. Der Dramatiker Tamus wurde wegen seiner Oppositionsarbeit in diesem Jahr bereits festgenommen.

Dennoch wurde er vergangene Woche einberufen, setzte sich aber noch am nächsten Tag ab. Seinen Armeedienst hatte er in der Infanterie geleistet. Für ihn auch das ein Grund, dem Staat die Gefolgschaft zu verweigern. "Heutzutage kommt das praktisch einem Todesurteil gleich."

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1 Kommentar zu "Nachschub benötigt: Syrische Armee muss Reservisten mobilisieren"

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