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„Nachtwölfe“ Millionenhilfe für Putins Nazi-Rocker

Die „Nachtwölfe“ sind auf dem Weg nach Berlin, wo sie an die Erfolge der Roten Armee erinnern wollen. Dabei wird die umstrittene Biker-Gang auch vom Kreml unterstützt. Die Rocker sollen viel Geld vom Staat kassieren.
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Kremlchef Putin hat es ausprobiert: Motorradfahren mit dem Biker-Club „Die Nachtwölfe“. Quelle: AFP

Kremlchef Putin hat es ausprobiert: Motorradfahren mit dem Biker-Club „Die Nachtwölfe“.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDie dem Kreml nahe stehende Motorrad-Gang „Nachtwölfe“, die momentan mit ihren Motorrädern von Bayern nach Berlin rollt, wird mit über einer Million Euro aus dem Staatshaushalt unterstützt. Die politisch neonazistisch ausgerichteten Rocker, die persönlich von Russlands Präsident Wladimir Putin gefördert werden, sollen nach Berechnungen des Fonds des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalnyj seit 2013 insgesamt 56 Millionen Rubel (umgerechnet 1,2 Millionen Euro) an Staatshilfen bekommen haben, sagte ein FBK-Sprecher Handelsblatt online. Nawalnyjs Fonds zur Bekämpfung der Korruption (FBK) gilt in Russland als eine sehr seriöse, wenn auch politisch unbequeme Quelle.
Insgesamt haben die „Nachtwölfe“ demnach fünf Präsidenten-Zuwendungen bekommen, zwei im Jahr 2013 und drei im Jahr 2014, als die neonazistische Rockerbande auch demonstrativ auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim mit einem Motorrad-Corso herumfuhr. Zudem bekam der rechtsgerichtete Motorrad-Klub ein Millionen-Stipendium des Kulturministeriums für eine Motorradshow in der Hafenstadt Sewastopol auf der okkupierten Krim.
„Nachtwölfe“-Gründer Alexander Saldostanow, Kampfname: Chirurg, war früher auch Türsteher in Berlin und hat sich mehrfach bei Motorradfahrten mit Putin ablichten lassen. Putin hat ihm einen Ehrenorden Russlands verliehen. Beim Gewinnen der Ausschreibungen der Präsidenten-Zuschüsse haben sich die umstrittenen Rocker als „Gesellschaftliche Organisation Russische Motorradfahrer“ maskiert, so FBK.

Wie russische Soldaten zum Kult werden
Soldaten ohne Hoheitsabzeichen
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Im März 2014 waren auf der ukrainischen Halbinsel Krim plötzlich Soldaten ohne nationales Hoheitsabzeichen aufgetaucht und stellten den Westen und Kiew damit vor vollendete Tatsachen. Erst kürzlich hat der russische Präsident Wladimir Putin im russischen Staatsfernsehen bestätigt, was zu Anfang nur Vermutung war: Er gab den Befehl zur Eroberung der Krim.

„Höfliche Menschen“
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In Russland nennt man die Soldaten in den ungekennzeichneten grünen Kampfanzügen nur „höfliche Menschen“. Der Begriff wurde geprägt durch russische Staatsmedien, die statt von bewaffneten Maskierten auf der Krim lieber von „höflichen Menschen“ sprach.

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Für 17 Euro zu haben
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Die T-Shirts werden von der russischen Jugendmarke „Anyavanya“ hergestellt und kosten 1200 Rubel, umgerechnet 17 Euro. Verkauft werden sie unter anderem als Souvenir auf der Krim und in Russlands größtem Einkaufszentrum, dem GUM in Moskau.

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Putin der „Höflichste“
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Neben Aufdrucken mit Soldaten zeigen die „Anyavanya“-Motive auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin, hier mit der Unterschrift: „der höflichste aller Menschen“. Ein anderes T-Shirt zeigt Putin mit Hawaiihemd und Cocktail in der Hand. Darunter ist zu lesen: „Greetings from Crimea“.

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Judo mit Obama
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Wieder ein anderes T-Shirt bildet Putin offenbar im Judokampf mit US-Präsident Barack Obama ab. Darunter der Text: „Unsere Antwort auf die Sanktionen“.

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Für alle Altersklassen
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Der Designer der T-Shirts sagte der russischen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, es gebe derzeit sehr viele Bestellungen aus dem Ausland. „Das kann eine 18-Jährige sein, aber auch eine 55-jährige Rentnerin.“

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Auch Tassen verfügbar
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Nicht nur T-Shirts, auch Tassen gibt es in Russland mit dem Aufdruck „höfliche Menschen“. Der Begriff hat sich zu einem popkulturellen Phänomen entwickelt. Bei der Vorstellung der T-Shirts im Moskauer Kaufhaus GUM waren auch Prominente aus dem russischen Showbusiness anwesend.

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Die „Nachtwölfe“, die zuletzt das KZ Dachau besucht haben auf ihrer angeblichen „Siegestour“ zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, wollen am 9.Mai in Berlin Kränze zum Gedenken an sowjetischen Ehrenmalen niederlegen. Einigen der rechten Rocker war am Flughafen Berlin-Schönefeld und bei der Ankunft mit der Fähre in Travemünde die Einreise nach Deutschland verweigert worden. Andere Rocker kamen mit ihren Motorrädern und russischen Flaggen über die Grenze aus Österreich.

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13 Kommentare zu "„Nachtwölfe“: Millionenhilfe für Putins Nazi-Rocker"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • я из России и мы Вас читаем,опасная тенденция искажения фактов или недостоверной информации даёт иллюзию действительности,Вы наверно понимаете куда этот путь.С уважением к Вам .

  • "Nazirocker" , wie bitte? Für wie manipulierbar haltet ihr eigentlich eure Leser?
    Wie war das nochmal? "Verzeih ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!"
    In diesem Sinne: oh`hoponopono!

  • Bis jetzt fiel gerade das Handelsblatt, vor allem im Hinblick auf Rußland, angenehm durch differenzierte und sachliche Darstellung auf. Bisher.
    "Nazi-Rocker" ???!!! Die Herren Nachtwölfe besuchen KZs und andere Gedenkstätten des Zweiten Weltkrieg, legen Kränze nieder, beten und gedenken gemeinsam mit Veteranen, Überlebenden etc.!
    Ich fordere Sie auf, Ihren Artikel zu korrigieren und sich für diese Entgleisung zu entschuldigen!

  • Ich finde die Aktion der Russ. Rocker gut.
    Gerade die russ. Regierung hat es dringend nötig das Agressor - Image in der Welt aufzupolieren. Meiner Meinung nach ist etwas viel Geld aufgeboten worden. Ausserdem glaube ich, daß die Wahl auf Rocker gefallen ist, recht unglücklich . Um Friedfertigkeit zu simmulieren gäbe es bestimmt glaubwürdigere Vertreter als Rocker gruppen.

    Schönen Tag noch.

  • Du glücklicher, du merkst nicht mal dass du in der Matrix lebst.

  • UI, Schmiddi, wer hier wohl in der Matrix wohnt...

  • Informiere dich selber bevor du solchen Mist schreibst. Es gibt genügend Informationsquellen auch ausserhalb der "Matrix".

    Aber in der "Matrix" zu leben und vorverdauten Pressedreck zu schlucken ist bequem.

  • Der "Chirurg" war laut Artikel früher Türsteher in Berlin. Hat er dann ja wohl in seiner Freizeit gemacht. Kaum erscheint ein Artikel, der Russland bzw. die Machenschaften Putins betrifft, dann kann man darauf wetten, dass sofort entsprechende Kommentare auftauchen, die der "Lügenpresse" mangelndes Niveau vorwerfen, selber aber keinerlei Substanz haben. Wenn da Behauptungen aufgestellt werden, dann ist das ja wohl massive Desinformation, oder wo sind die (neutralen) Beweise für diese ganzen Behauptungen? Die Beträge im HB mögen vielleicht nicht immer tiefgreifend sein, aber "unter dem Gürtel" Niveau sind doch wohl eher diese Kommentare. Wie würden wohl die Kommentare ausfallen, wenn diese Rocker "deutsch-national" wären?

  • Ja, ja das HB online mit dem häufig "unter dem Gürtel" Niveau. - Wo kann man denn hier seine Kommentar - Registrierung wieder abmelden?? Mir ist das wirklich zu flach hier.
    Das HB war einmal meine Startseite im Browser - jeder kann sich mal täuschen ;-)

  • Nazi Rocker ? Wenn die Nachtwölfe Nazis sind was sind dann die Assow Batallione in der Ukraine, Demokratie- und Freiheitskämpfer ?

    Kampfname Chirurg ? Der Mann ist Arzt darum der Spitzname Chirurg.

    Bullshitpresse.

    Wann hört diese Desinformation und Lügenpropaganda auf ?

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