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Nadia Calviño Eine mächtige Ministerin für Spaniens Wirtschaft

Die alte und neue Wirtschaftsministerin ist eine der mächtigsten Frauen in der spanischen Politik. Sie wird für internationale Top-Jobs gehandelt.
10.01.2020 - 07:00 Uhr Kommentieren
Eine der mächtigsten Frauen in der spanischen Politik: Sie wird auch immer wieder für internationale Top-Jobs gehandelt. Quelle: AFP
Nadia Calviño

Eine der mächtigsten Frauen in der spanischen Politik: Sie wird auch immer wieder für internationale Top-Jobs gehandelt.

(Foto: AFP)

Madrid Fast immer wenn in der Vergangenheit Spitzenposten in der spanischen und weltweiten Wirtschafts- und Finanzpolitik vergeben wurden, war ein Name im Kreis der Favoriten: der von Nadia Calviño, der alten und neuen spanischen Wirtschaftsministerin. In der gerade gebildeten Regierung steigt sie jetzt zu einer von vier Vizepräsidenten auf und wird zudem für die digitale Transformation Spaniens zuständig sein.

Als der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez Calviño 2018 nach seinem erfolgreichen Misstrauensvotum in sein Kabinett holte, war die 51-Jährige gerade als Anwärterin für den Chefposten bei der spanischen Zentralbank im Gespräch gewesen, der kurz zuvor vergeben wurde. Als im vergangenen Sommer IWF-Chefin Christine Lagarde in die EZB-Spitze wechselte, gehörte Calviño zum engen Kreis ihrer möglichen Nachfolger. Und jetzt heißt es in Brüssel, sie sei Favoritin, um die Eurogruppe zu leiten, wenn die Amtszeit des Portugiesen Mario Centeno im Sommer endet.

Was die gelernte Ökonomin und Juristin so begehrt macht, ist unter anderem ihre umfassende Erfahrung in Brüssel. Von 2006 bis 2018 arbeitete sie bei der Europäischen Kommission, zuletzt als Generaldirektorin für den Haushalt. Sie hat dort gute Kontakte und wird in Europas Hauptstadt für ihre Expertise geschätzt.

Auch in Madrid genießt sie einen guten Ruf. Sie sei in Sitzungen und Besprechungen immer bestens vorbreitet, könne gut argumentieren und sei sehr analytisch, heißt es in der spanischen Hauptstadt.

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    In der spanischen Regierung gilt sie als Garant dafür, dass das Land in der Fiskalpolitik nicht gegen die Vorgaben aus Brüssel agieren wird. Calviño sollte und soll bei Märkten und Unternehmen für Vertrauen sorgen. Diese Funktion hat in der nun gegründeten Regierungskoalition mit den Linkspopulisten von Unidas Podemos noch einmal an Bedeutung gewonnen, weil viele Unternehmer und Investoren befürchten, dass Podemos auf eine starke Umverteilung des Wohlstands und höhere Sozialausgaben drängen wird.

    Calviño will Ungleichheit senken

    Die parteilose Calviño hat zwar immer wieder erklärt, dass sie für eine Reduzierung der Schulden sowie eine Senkung des strukturellen Haushaltsdefizits eintritt. Allerdings will sie dabei darauf achten, dass gleichzeitig die Ungleichheit in Spanien sinkt. „Wirtschaft und Finanzen sind nur dann nachhaltig, wenn ein Land auch sozial stabil ist“, sagte sie dem Handelsblatt 2018. In Spanien sei das aber nicht der Fall, weil ein Drittel der Bevölkerung von Armut bedroht sei. Das vor kurzem vereinbarte Koalitionsprogramm von Sozialisten und Unidas Podemos sieht unter anderem vor, dass der Mindestlohn weiter deutlich steigen soll.

    Für internationale Top-Jobs eignet sich die Mutter von vier Kindern neben ihrer langjährigen Erfahrung in Brüssel auch wegen ihrer Sprachkenntnisse: Neben spanisch spricht sie englisch, französisch und deutsch. In Madrid ist sie öfter in der Oper oder im Theater anzutreffen.

    Wie oft sie dazu noch kommt, wenn sie tatsächlich auch noch den Job als Eurogruppenchefin übernehmen sollte, wird sich zeigen. Für Spanien jedenfalls wäre die Personalie eine Auszeichnung. Das Land hat im Zuge der schweren Wirtschaftskrise zahlreiche Spitzenposten in Brüssel verloren und ist nun bemüht, wieder mehr eigene Leute zu platzieren.

    Mehr: Das spanische Parlament wählt Pedro Sánchez mit hauchdünner Mehrheit zum Ministerpräsidenten. Er bildet damit die erste Koalitionsregierung seit Jahrzehnten

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