Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nadia Calvino Spanien wittert Intrige bei Wahl von neuem Eurogruppen-Chef

Lange galt die Spanierin Calvino als Favoritin für die neue Spitze der Eurogruppe, gewählt wurde aber Paschal Donohoe. Spanien fühlt sich übergangen.
10.07.2020 - 10:27 Uhr Kommentieren
Die Sozialdemokratin wäre die erste Frau an der Spitze der Eurogruppe geworden. Quelle: AFP
Nadia Calvino

Die Sozialdemokratin wäre die erste Frau an der Spitze der Eurogruppe geworden.

(Foto: AFP)

Madrid Spanien fühlt sich bei der Wahl des neuen Eurogruppen-Chefs hintergangen. Die Regierung in Madrid habe eigentlich die notwendigen zehn der 19 Stimmen zusammengehabt, sagte Wirtschaftsministerin Nadia Calvino am Freitag in einem Interview des Radiosenders SER.

Die Sozialdemokratin wäre die erste Frau an der Spitze der Eurogruppe geworden. Sie galt lange als Favoritin, unterlag am Donnerstag aber denkbar knapp im zweiten Wahlgang mit einer Stimme gegen den konservativen irischen Finanzminister Paschal Donohoe. Er muss nun die Geschicke der Euro-Zone koordinieren. „Jemand hat nicht das gemacht, von dem er sagte, was er tun würde.“ Konkreter wurde die Spanierin nicht.

Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal hatten sich im Vorfeld mehr oder weniger deutlich für Calvino ausgesprochen. Sie habe von Ländern Unterstützung bekommen, die für mehr als 80 Prozent der Bevölkerung und Wirtschaftskraft in der Euro-Zone stünden, sagte die Spanierin. Bei der Abstimmung hatten allerdings alle 19 Euro-Länder nur eine Stimme – Malta war entsprechend genauso einflussreich wie Deutschland.

Donohoe war in der Vergangenheit ein Kritiker steigender Staatsausgaben und Defizite. Er ist außerdem gegen eine europaweite Digitalsteuer, für die beispielsweise Frankreich und Spanien eintreten. Calvino sagte, Irland teile nicht ihre Vision für Europa.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Donohoe ist für zweieinhalb Jahre bis Ende 2022 gewählt. Der 45-Jährige ist seit Mitte 2017 Finanzminister seines Landes.

    Mehr: Ire Donohoe wird überraschend neuer Chef der Eurogruppe. Lesen Sie hier mehr.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Nadia Calvino - Spanien wittert Intrige bei Wahl von neuem Eurogruppen-Chef
    0 Kommentare zu "Nadia Calvino: Spanien wittert Intrige bei Wahl von neuem Eurogruppen-Chef"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%