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Nafta-Nachfolger USA einigen sich mit Kanada und Mexiko auf neues Handelsabkommen

Das Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada wird fortgeführt. Die neue Vereinbarung würde das 25 Jahre alte Freihandelsabkommen Nafta ersetzen.
10.12.2019 Update: 10.12.2019 - 19:38 Uhr Kommentieren
Das neue Handelsabkommen würde das 25 Jahre alte Freihandelsabkommen Nafta ersetzen, das die meisten Zölle und sonstigen Handelsbarrieren zwischen den drei Ländern abschaffte. Quelle: Reuters
Flaggen von Kanada, Mexiko und den USA

Das neue Handelsabkommen würde das 25 Jahre alte Freihandelsabkommen Nafta ersetzen, das die meisten Zölle und sonstigen Handelsbarrieren zwischen den drei Ländern abschaffte.

(Foto: Reuters)

Washington Die USA, Kanada und Mexiko haben sich nach monatelangem Tauziehen auf eine neue Handelsvereinbarung geeinigt. Vertreter der drei Staaten sollten das sogenannte USMCA-Abkommen noch am Dienstag in Mexiko-Stadt unterzeichnen. Es löst das 1994 in Kraft getretene Nafta-Freihandelsabkommen ab, das US-Präsident Donald Trump als „schlechtesten Deal aller Zeiten“ bezeichnet hatte.

Eine vorläufige Einigung war vor einem Jahr errungen worden. Im Anschluss wurde aber Kritik laut, insbesondere vonseiten der US-Demokraten und amerikanischen Gewerkschaften. Auf deren Druck hin wurden nun striktere Vorkehrungen zugunsten von Arbeitnehmern aufgenommen. Die Parlamente aller drei Vertragsstaaten müssen das Abkommen noch genehmigen.

Das Handelsabkommen baut in großen Teil auf Nafta auf, sieht aber unter anderem neue Regelungen für die Autoindustrie vor, gewährt US-Farmern besseren Zugang zu den Märkten in den Nachbarländern und umfasst Vorschriften für den Schutz geistigen Eigentums und den Handel im Bereich Digitales. Letzteres spielte vor 25 Jahren noch kaum eine Rolle. Nun gilt zum Beispiel, dass elektronisch vertriebene Bücher, Musik, Spiele und Software zollfrei gehandelt werden dürfen.

USMCA legt auch neue Grenzwerte fest, zu wie viel Prozent ein Auto in einem der Mitgliedsländer gefertigt sein muss, um zollfrei exportiert werden zu können. Das wird auch deutsche Unternehmen wie Volkswagen oder BMW betreffen, die in Nordamerika produzieren.

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    Ein weiterer Teil zielt darauf ab, dass 40 bis 45 Prozent der Bauteile, die für ein Auto gebraucht werden, von Arbeitern gefertigt werden, die mindestens 16 US-Dollar pro Stunde verdienen. Auf diese Weise will Trump es weniger attraktiv machen, Jobs nach Mexiko zu verlagern. Auch die vorgesehene Stärkung von Arbeitnehmerrechten zielt darauf ab.

    USMCA war in der US-Politik seit Monaten ein Zankapfel. Trump warf den Demokraten vor, nichts für die Menschen in Amerika zustande zu bringen und sich nur auf grundlose Ermittlungen gegen ihn zu konzentrieren. Für die Demokraten wiederum war es ein Balanceakt: Sie wollten das Abkommen eigentlich durchs Parlament bringen, mussten der Regierung aber möglichst viele Zugeständnisse abtrotzen, damit sie Trump ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl keinen großen Sieg ermöglichten.

    Mehr: „Die Rezession wird kommen“: Der Ökonomie-Nobelpreisträger Robert Shiller im Interview über die Risiken für die Weltwirtschaft, die fatalen Folgen der Handelskonflikte und Trumps Wiederwahl.

    • dpa
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