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Naher Osten Alle einst vom IS besetzten Gebiete in Syrien laut Trump befreit

US-Präsident Trump behauptet, dass die Gebiete unter Kontrolle der Terrormiliz IS in Syrien zurückerobert worden seien. Damit widerspricht er Experten.
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„Jetzt sind es 100 Prozent, die wir eingenommen haben, 100 Prozent“, sagte er. Quelle: dpa
Donald Trump

„Jetzt sind es 100 Prozent, die wir eingenommen haben, 100 Prozent“, sagte er.

(Foto: dpa)

WashingtonDie Terrormiliz Islamischer Staat hat in Syrien nach Angaben von US-Präsident Donald Trump 100 Prozent der einst von ihr gehaltenen Gebiete verloren. Die Erklärung steht im Widerspruch zu Berichten aus Syrien und Aussagen von Regierungsvertretern aus Washington, wonach in einem kleinen Streifen Land am Euphrat noch Hunderte IS-Kämpfer verschanzt sind, von denen sich viele weigern, sich zu ergeben.

Trump hatte am Donnerstag bei einer Zwischenlandung auf dem Rückflug von Hanoi nach Washington erklärt, der sogenannte IS habe alle Gebiete verloren. „Jetzt sind es 100 Prozent, die wir eingenommen haben, 100 Prozent“, sagte er. „Das Gebiet, das Land, wir haben 100 Prozent. Wir haben das in viel kürzerer Zeit geschafft, als angedacht war.“ Auf eine Anfrage zu Trumps Aussage verwies das Pentagon auf das Weiße Haus.

Bisher hatte Trump erklärt, die von den USA unterstützten kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) stünden kurz davor, die letzten IS-Bastionen zu erobern. Aus Syrien hieß es, die Offensive sei verlangsamt worden, um Zivilisten aus dem Kampfgebiet zu bringen. Aus dem US-Verteidigungsministerium hieß es, es müsse noch viel getan werden, um zu verhindern, dass sich der IS wieder neu organisiere.

Trump hat schon einmal eine voreilige Erklärung zum IS abgegeben. Am 15. Februar sagte er, die „Auslöschung“ der IS-Herrschaft werde innerhalb von 24 Stunden verkündet. Das geschah nicht. Auch wenn Vertreter des Pentagons zuversichtlich sind, dass der IS beinahe besiegt ist, geht der Kampf weiter.

Ein SDF-Sprecher teilte am Donnerstag mit, in der Nähe der letzten Bastion der Extremisten sei ein Massengrab gefunden worden.

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  • ap
  • dpa
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