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Naher Osten Israel verbietet Export von Agrarprodukten der Palästinenser

Israel reagiert auf Einfuhrbeschränkungen Palästinas für Tiere. Die Palästinenser kündigen an, unabhängig von israelischen Waren zu werden zu wollen.
09.02.2020 - 12:14 Uhr Kommentieren
Israel kontrolliert den Warenverkehr an den den Grenzen der Palästinensergebiete. Quelle: AFP
Grenzübergang

Israel kontrolliert den Warenverkehr an den den Grenzen der Palästinensergebiete.

(Foto: AFP)

Jerusalem Israel hat den Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus den Palästinensergebieten von Sonntag an verboten. Man reagiere damit auf ein Einfuhrverbot für israelische Kälber durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), teilte die zuständige Behörde Cogat mit. Diese schade israelischen Viehzüchtern schwer. Die Palästinenser dürften ihre Produkte nun bis auf weiteres nicht mehr über die Allenby-Brücke an der Grenze zu Jordanien ausführen.

Israels Verteidigungsminister Naftali Bennett hatte Anfang des Monats bereits ein Importverbot landwirtschaftlicher Produkte aus den Palästinensergebieten nach Israel ausgesprochen. Im Gegenzug unterband die Autonomiebehörde daraufhin den Import weiterer israelischer Produkte wie Obst, Gemüse und Wasserflaschen.

„In dem Moment, in dem die Palästinensische Autonomiebehörde ihre Entscheidung, dem Viehhandel mit Israel und dem freien Markt zu schaden, zurücknimmt, wird die Situation wieder normalisiert“, hieß es am Sonntag in der Cogat-Mitteilung. Israel kontrolliert den Import und Export der Palästinensergebiete, beispielsweise an der Grenze zu Jordanien.

Ein palästinensischer Einfuhrboykott israelischer Kälber und Schafe hatte bereits im September vergangenen Jahres begonnen. Die Palästinenser produzieren vor allem für den eigenen Markt, liefern aber auch an Israel, unter anderem Gurken und Tomaten. Ein Sprecher der Palästinenserbehörde bekräftigte im vergangenen Oktober, man wolle sich von Israel wirtschaftlich lösen. Man werde „weiterhin versuchen, israelische Produkte durch arabische Alternativen zu ersetzen“.

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    Die Palästinenserführung hatte im Oktober 2018 erklärt, angesichts des stockenden Friedensprozesses Israel die Anerkennung als Staat zu entziehen und jegliche Zusammenarbeit zu beenden. Dies betreffe die Sicherheit ebenso wie die Wirtschaft, teilte der Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) damals mit.

    Mehr: Kappt Palästinenserpräsident Abbas wie angekündigt alle Beziehungen zu Israel, wäre davon auch die Kooperation der Sicherheitskräfte betroffen. Die Terrorgefahr würde steigen, meint Handelsblatt-Redakteurin Mary-Ann Abdelaziz-Ditzow.

    • dpa
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