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Naher Osten Trump will US-Soldaten in den Irak verlegen

Ende letzten Jahres hat Trump den Rückzug der US-Truppen aus Syrien angekündigt. Nun sollen die Soldaten in den Irak – zur Beobachtung des Irans.
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Der US-Präsident will in der Lage sein, den Iran zu beobachten. Quelle: Reuters
Donald Trump

Der US-Präsident will in der Lage sein, den Iran zu beobachten.

(Foto: Reuters)

WashingtonUS-Präsident Trump will in Syrien stationierte Soldaten zunächst in den Irak verlegen. Einen genauen Zeitplan für den angekündigten Abzug von 2.000 US-Soldaten aus Syrien nannte er nicht. „Sie beginnen mit dem Rückzug“, sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des Senders CBS. „Sie werden zu unserer Basis im Irak verlegt, und schließlich werden einige nach Hause kommen“, sagte Trump. „Aber wir werden dort sein, und wir werden bleiben“, fügte er hinzu. „Wir müssen Israel beschützen.“

Die US-Präsenz im Irak diene auch der Beobachtung des Irans, denn der Iran sei „ein großes Problem“. Auf die Frage, ob er in der Lage sein wolle, den Iran vom Irak aus anzugreifen, antwortete Trump: Nein, er wolle in der Lage sein, den Iran zu beobachten. Die Einschätzung der US-Geheimdienste, der Iran arbeite derzeit nicht an Atomwaffen, zweifelte er erneut an. „Ich erlaube mir, mir mein eigenes Bild zu machen.“

Der auf Geheimdienstinformationen beruhende Irak-Feldzug sei einer der größten Fehler in der Geschichte der USA gewesen. Allerdings war sein eigener Sicherheitsberater John Bolton damals eine der treibenden Kräfte für den Einsatz im Irak.

Trump äußerte in dem Interview auch die Hoffnung, den 19 Jahre währenden Einsatz in Afghanistan zu beenden. Er bezeichnete es als Option, die Zahl der US-Soldaten in Afghanistan zu reduzieren, aber geheimdienstliche Aktivitäten dort aufrechtzuerhalten.

Ziel sei es, den Konflikt zu beenden und die US-Soldaten nach Hause zu bringen. Er habe die Folgen der Einsätze bei Soldaten in einem Militärkrankenhaus sehen können, betonte der US-Präsident. „Ich sehe, was mit ihnen passiert ist. Ohne Arme, ohne Beine. Sie kommen nach Hause und sind zu völlig anderen Menschen geworden.“

„Wir sind da seit 19 Jahren, und es ist Zeit“, betonte der US-Präsident. „Was wir tun, muss an einem bestimmten Punkt zu Ende sein.“ Auch die radikalislamischen Taliban seien müde. „Sie wollen Frieden“, sagte Trump.

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  • dpa
  • rtr
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