Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nahost Hamas bittet Araber um Waffen und Kämpfer

Die radikale Hamas-Bewegung, die in den Palästinensergebieten die Regierung stellt, scheint einen konzilianteren Kurs gegenüber den westlichen Geldgeber weiter nicht in Erwägung zu ziehen. Im Gegenteil: Auf einer Konferenz in Katar bat die Hamas um Waffen und Freiwillige für den Kampf gegen Israel.
Holzgewehre genügen der Hamas nicht. Foto: AP

Holzgewehre genügen der Hamas nicht. Foto: AP

HB DOHA. Der politische Führer der Hamas, Chaled Maschaal, sagte am Mittwoch auf einer Konferenz islamischer Gelehrter in Doha, es sei das Recht des palästinensischen Volkes, dass „ihre Nation es über alle arabischen Grenzen mit Waffen versorge. Ihr solltet nicht davor zurückschrecken. Das ist Widerstand, kein Terrorismus“, sagte Hamas-Chef Chaled Maschaal bei einer Veranstaltung in Katar. Ein islamischer Geistlicher forderte die Gläubigen bei der Veranstaltung auf, Banken zu boykottieren, die Überweisungen an Palästinenser zurückhalten, nachdem die USA Strafen angedroht haben.

Die Hamas hatte im Januar die palästinensische Parlamentswahl gewonnen und stellt seit März die Regierung. Danach hat Israel erfolgreich auf einen Stopp internationaler Finanzhilfen für die Palästinenserregierung gedrängt und selbst für die Palästinenser eingetriebene Steuermittel von monatlich 55 Millionen Dollar zurückgehalten. Mit Blick auf die Kürzung der Finanzhilfen warnte Maschaal, die „Amerikaner und Zionisten“ brächten sich in Konflikt mit 1,5 Milliarden Muslimen. „Wir werden dem Druck nicht nachgeben, was auch geschehe“, erklärte der Führer der Hamas.

Am Mittwoch signalisierte Israel Bereitschaft, einbehaltene Steuern wieder freizugeben, die die israelische Steuerbehörde für die Palästinenserführung einzieht. Außenministerin Zipi Liwni machte dafür zur Bedingung, dass die Mittel den Palästinensern als Hilfen zukommen und nicht unter die Kontrolle der Hamas-geführten Regierung geraten. Die Organisation hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben, erkennt das Existenzrechts des jüdischen Staates sowie geltende Vereinbarungen im Friedensprozess nicht an und weigert sich, der Gewalt abzuschwören.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite