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Nahost-Konflikt Unbefristete Waffenruhe überrascht den Gazastreifen

Während in Gaza die Bomben einschlugen, wurde in Kairo verhandelt. Mit Erfolg: Nach sieben Wochen Krise schweigen nun die Waffen zwischen Israel in Palästina. Selbst Uno-Generalsekretär Ban schöpft Hoffnung auf Frieden.
26.08.2014 Update: 27.08.2014 - 02:51 Uhr

Neue Waffenruhe im Gaza-Konflikt

Tel Aviv/Gaza Israel und die militanten Palästinensergruppen haben sich am Dienstag erstmals seit dem Ausbruch des jüngsten Gaza-Kriegs auf eine unbefristete Waffenruhe geeinigt - und sie scheint zu halten. Die ersten Stunden der neuen, dauerhaften Waffenruhe in Nahost sind offenbar ruhig verlaufen. Wie die Zeitung „Times of Israel“ am frühen Mittwochmorgen berichtete, schlugen keine weiteren Granaten oder Raketen in Israel ein. In Gaza hatten am Abend Tausende das Ende der Gewalt gefeiert.

Der ägyptische Außenminister Samih Schukri hatte am Dienstag in einer Mitteilung gesagt, Israel und die Palästinenser hätten eine umfassende Vereinbarung getroffen. Demnach würden die Grenzen zwischen Israel und dem Gazastreifen für humanitäre Hilfe und Baumaterialien geöffnet. Die Fangzone für palästinensische Fischer im Mittelmeer werde auf 6 Meilen ausgeweitet. Bei indirekten Gesprächen würden weitere strittige Punkte verhandelt.

Ein israelischer Regierungsbeamter bestätigte eine neue Waffenruhe. „Wir haben einmal mehr den ägyptischen Vorschlägen über eine Waffenruhe zugestimmt, die zu einem Ende aller Feindseligkeiten aufrufen“, sagte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur dpa.

Die von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verkündete Waffenruhe trat am Dienstag um 19.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) in Kraft. In einer Fernsehansprache sagte Abbas, die palästinensische Führung verkünde eine Waffenruhe, um „die Aggression gegen den Gazastreifen und das Blutvergießen und Töten der Kinder zu stoppen“. Nun müsse humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza folgen.

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    Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Einigung auf eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Konflikt begrüßt. „Eine bessere Zukunft für Gaza und für Israel bedingt eine verlässliche Waffenruhe. Es liegt nun an beiden Seiten, dieser Verantwortung gerecht zu werden“, erklärte Ban am Dienstag in New York.

    Nach „50 Tagen des menschlichen Leides und der furchtbaren Zerstörung“ brauchten die Menschen Entlastung. „Die Kinder in Gaza und in Israel müssen das neue Schuljahr ohne das Geräusch von Raketen und von Luftschlägen beginnen können.“ Jedes Abkommen, dass nicht an die Wurzel des Konflikts gehe, bereite aber nur die Bühne für den nächsten Gewaltzyklus.

    Vor Beginn der Feuerpause genau 50 Tage nach dem Ausbruch des jüngsten Gaza-Kriegs hatten die Konfliktparteien ihren gegenseitigen Beschuss noch einmal intensiviert. Bei israelischen Luftschlägen starben in Rafah im Süden Gazas drei Menschen, sagte Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gaza-Gesundheitsministeriums. Militante Palästinenser schossen zahlreiche Raketen auf Israel ab. Dabei starb nach Medienberichten in einem Grenzort zum Gazastreifen ein Israeli. Fünf weitere wurden teils schwer verletzt.

    Tote bei Luftangriffen noch am Dienstag
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