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Nahost Golf-Staaten wollen die politische Union

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Rückschläge komplett abgeschüttelt.

"Die Schaffung einer Union am Golf ist kein politischer oder finanzieller Luxus", kommentierte gestern die einflussreiche arabische Zeitung "Asharq al-awsat". "Vielmehr zwingt das iranische Regime uns dazu, das nichts unterlässt, um die Stabilität der Region zu unterminieren." Dagegen könnten die GCC-Staaten nicht allein bestehen und müssten beim derzeit erfolgenden wirtschaftlichen Ausbau ihrer Länder viel enger kooperieren. Tatsächlich sind derzeit Infrastrukturprojekte von deutlich mehr als zwei Billionen Dollar in der Region konkret in Planung oder bereits im Bau. Der geplante Aufbau eines gemeinsamen Raketenabwehrschirms gegen Iran ist indes laut westlichen Militärexperten kaum vorangekommen.

"Die staatliche Souveränität der GCC-Länder bliebe erhalten, aber unsere Außen-, Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik würde künftig gemeinsam abgestimmt erfolgen", sagte die bahrainische Informationsministerin Samira Rajab. Bis spätestens 2015 solle im GCC eine gemeinsame Zollunion entstanden sein.

Zuletzt hatte der GCC bereits deutlich gemeinschaftlicher als früher außenpolitisch agiert: So wurden Oppositionelle in Libyen im Kampf gegen den dortigen Diktator Muammar al Gaddafi bewaffnet, der Abgang Assads verlangt und der jemenitische Herrscher Ali Abduallah Saleh zur Aufgabe gedrängt. Seither aber sehen sich die GCC-Mitglieder der Bedrohung der Terrororganisation El Kaida ausgesetzt, die vor allem im Jemen erstarkt. Zugleich hatten sie kürzlich den Druck erhöht, Palästina als eigenständigen Staat neben Israel anzuerkennen.

Durch die Bildung einer Union am Golf entstünde ein weiteres ökonomisches Kraftzentrum neben China, den USA und der EU auf der Welt: Saudi-Arabien ist die mit Abstand größte Volkswirtschaft am Golf, Katar die weltweit am stärksten wachsende. "Die Golfstaaten werden schon in Kürze die durch den arabischen Frühling entstandenen wirtschaftlichen Rückschläge vollkommen abgeschüttelt haben und stärker dastehen", meinte der Chef der Union kuwaitischer Banken, Hamad al-Marsuq.

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2 Kommentare zu "Nahost: Golf-Staaten wollen die politische Union"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Bevor Sie einen Kommentar abgeben, dann informieren Sie sich erst einmal so wie das Konrad Adenauer immer gemacht hat. Frauen dürfen nur in Saudi-Arabien kein Auto fahren.

    Wir haben zwar ein Parlament, aber wir haben keinen Einfluss auf die Politiker/innen die darin sitzen. Die machen was sie wollen. In den Emiraten ist das ähnlich. Also wo ist der Unterschied?

  • Der Namesnvorschlag wäre Vereinigung Islamistischer Arabischer Reiche. Von einer Republik könnte man bei all den Diktatoren in diesen Ländern, welche ohne Parlamente regieren und die Frauen nicht mal Auto fahren lassen wahrlich nicht reden.

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