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Nahostkonflikt Israel bombardiert nach palästinensischen Angriffen den Gazastreifen

Die Uno hofft, einen erneuten Krieg im Nahen Osten vermeiden zu können. Doch Israel und palästinensische Extremisten liefern sich heftige Gefechte.
13.11.2018 Update: 13.11.2018 - 11:05 Uhr 1 Kommentar
Israel hat durch Luftangriffe unter anderem die Zentrale des Fernsehsenders der im Gazastreifen regierenden Hamas zerstört. Quelle: AP
Explosion in Gaza

Israel hat durch Luftangriffe unter anderem die Zentrale des Fernsehsenders der im Gazastreifen regierenden Hamas zerstört.

(Foto: AP)

Jerusalem Hunderte Raketen vom Gazastreifen auf Israel, israelische Angriffe mit geballter Feuerkraft aus Kampfflugzeugen, Panzern und Kriegsschiffen: Seit Sonntag ist die Gewalt in der Konfliktregion gefährlich eskaliert. Militante Palästinenser feuerten seit Montag nach israelischen Angaben rund 400 Raketen über die Grenze, ein Geschoss traf am Dienstag ein Wohnhaus in der Stadt Aschkelon und tötete einen Mann. Eine Frau wurde schwer verletzt. Darüber hinaus gab es 20 Verletzte bei Raketentreffern in Israel, teilten Militär und Rettungsdienste mit.

Militärangaben zufolge wurden 100 militante Ziele im Gazastreifen bombardiert, das Fernsehgebäude der Hamas in Gaza wurde dabei zerstört. Nach palästinensischen Angaben wurden vier Menschen getötet. Die Vereinten Nationen riefen die Kontrahenten zur Deeskalation auf, das israelische Sicherheitskabinett trat am Dienstagmorgen zusammen, um die nächsten Schritte zu beraten.

Seit dem Gazakrieg 2014 ist die Gewalt zwischen Hamas und Israel immer wieder eskaliert, beide Seiten lenkten aber meist unter ägyptischer Vermittlung ein, bevor sie zu einem weiteren Krieg auswuchs. Seit Monaten hält die Hamas die Spannungen mit wöchentlichen Protesten gegen die israelische Blockade an der Grenze des von ihr kontrollierten Palästinensergebiets hoch.

Der jüngste schwere Gewaltausbruch ist die Folge einer am Sonntag schief gelaufenen israelischen Kommandoaktion im Gazastreifen. Die verdeckt operierenden Soldaten flogen auf, bei einem Feuergefecht wurden sieben militante Palästinenser, darunter ein Hamas-Kommandeur, getötet.

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    Auch ein hoher israelischer Offizier wurde tödlich verwundet. Mit einer Rakete traf die Hamas einen Bus, aus dem gerade Soldaten ausgestiegen waren, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Aufsehen erregte, dass die Hamas-Raketen nun offenbar eine größere Treffgenauigkeit haben.

    Am Dienstag drohte der militärische Flügel der Hamas mit Raketenangriffen auf die weiter nördlich der Grenze gelegenen Städte Aschdod und Beerscheba, wenn die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen weitergehen. Die Warnung kam wenige Stunden nach dem Raketeneinschlag in Aschkelon. Das Todesopfer dort war das erste bei einem palästinensischen Angriff in Israel seit dem Gaza-Krieg 2014.

    Diese Rakete war nach einem israelischen Luftangriff abgefeuert worden, bei dem das Gebäude des Hamas-Fernsehens in Gaza zerstört wurde. Aschkelon sei „als eine Antwort auf die Bombardierung von Gebäuden in Gaza“ nun ein Ziel der Raketenangriffe, sagte ein Sprecher des militanten Hamas-Flügels, Abi Obeida. Aschdod und Beerscheba seien „die nächsten Ziele, wenn der Feind weiter zivile Gebäude bombardiert“. Von den drei Städten liegt Aschkelon der Grenze zum Gazastreifen am nächsten.

    Die Hamas verstärkte Sicherheitsmaßnahmen im Gazastreifen. Sie richtete Kontrollposten ein. Der Verkehr durch Grenzübergänge nach Israel wurde beschränkt. Ausländische Journalisten, Unternehmer und Entwicklungshelfer konnten nicht aus dem Gazastreifen gelangen.

    Ein israelischer Militärsprecher teilte mit, zusätzliche Truppen und Raketenabwehrsysteme seien an die Grenze verlegt worden. Kabinettsminister Michael Oren sagte, Israel werde alles Nötige tun, um sich zu verteidigen, und erwarte sich dafür Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.

    Seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007 haben die Extremisten und Israel drei Kriege gegeneinander geführt. Beim jüngsten im Sommer 2014 kamen innerhalb von nur 50 Tagen mehr als 2200 Palästinenser und 73 Personen auf israelischer Seite ums Leben.

    • ap
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    1 Kommentar zu "Nahostkonflikt: Israel bombardiert nach palästinensischen Angriffen den Gazastreifen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Jerusalem Post hat unrecht. Sie hat doch tatsächlich erwartet, die internationalen Medien würden Israel als den Verursacher der neuen Gaza Krise (Krieg) sehen, weil ein israelisches Agenten-Kommando am Sonntag in Gaza einen Führer der Hamas ermordet hat. Die regierungsfreundliche Zeitung unterschätzt unsere Haltung, die zwischen guten und bösen Mördern sehr wohl unterscheidet. Es bleibt dabei, die Palästinenser sind schuld.

      Lothar Meurer

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