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Nahverkehr Luxemburg macht öffentliche Verkehrsmittel erstmals gratis

Der großangelegte Plan für die Verkehrswende in Luxemburg kommt in Gang: Ab sofort ist der ÖPNV gratis nutzbar. Parallel steckt das Land Milliarden in die Infrastruktur.
29.02.2020 - 12:58 Uhr Kommentieren
Der Gratis-Nahverkehr kostet das Großherzogtum rund 41 Millionen Euro im Jahr. Quelle: dpa
Luxemburg startet kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr

Der Gratis-Nahverkehr kostet das Großherzogtum rund 41 Millionen Euro im Jahr.

(Foto: dpa)

Luxemburg Als erstes Land der Welt hat Luxemburg alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis gemacht: Seit Samstag braucht man im Großherzogtum für Bus, Bahn und Tram keine Tickets mehr. „Einfach einsteigen und mitfahren!“, sagte Luxemburgs Mobilitätsminister François Bausch (Grüne) am Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg zum Start. Er hofft, dass das Gratis-Angebot viele Menschen zum Umsteigen vom Auto in „Öffis“ bewegt.

Die Umstellung wird im zweitkleinsten Land der EU mit rund 620.000 Einwohnern groß gefeiert. An den Bahnhöfen ertönt Musik: Es wird gerappt, getanzt, gesungen und gerockt. Und in den Zügen und Stadtbahnen verbreiten Künstler mit Mini-Konzerten Partylaune. „Es ist ein großer Tag“, sagte Bausch. Am Abend sollte eine große Feier im Betriebshof der Tram mit reichlich DJs steigen.

Der kostenfreie Transport ist Teil eines großen Konzepts zur Verkehrswende in Luxemburg. Parallel dazu werden Bus- und Bahnlinien massiv ausgebaut. Allein auf der Schiene investiert das Land von 2018 bis 2027 gut vier Milliarden Euro. Der Gratis-ÖPNV bedeutet für den Luxemburger Staat Mehrausgaben von 41 Millionen Euro im Jahr. Das Land leidet zunehmend unter chronischen Staus und übervollen Straßen.

Eigentlich hatte der Gratis-Transport am Sonntag (1. März) losgehen sollen. Wegen der Feiern am Samstag hat die Regierung vor wenigen Tagen entschieden, den Start einen Tag vorzuziehen. „Das Interesse weltweit ist riesig“, sagte Bausch.

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    Mehr: Politiker finden die günstige 365-Euro-Jahreskarte für Busse und Bahnen großartig. Verkehrsunternehmen warnen dagegen vor hohen Verlusten durch das Ticket.

    • dpa
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