Nationale Sicherheitsstrategie: Energiewende in chinesischer Hand – Deutschlands gefährliche Rohstoffabhängigkeit
Die Versorgungssicherheit sollte Priorität auch gegenüber dem Lieferkettengesetz haben, fordern Experten.
Foto: The Washington Post/Getty ImagesBerlin. Als Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) Mitte März den Dialogprozess für die geplante Nationale Sicherheitsstrategie eröffnete, herrschte in der Ukraine schon seit drei Wochen Krieg. Deutschen und Europäern sei schlagartig ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen vor Augen geführt worden, sagte Baerbock. Deshalb müsse es beim stärkeren Engagement für Frieden und Demokratie auch darum gehen, „nicht abhängig und erpressbar zu sein in seinen Wirtschafts- und Energiebeziehungen“.
Dabei brauchen Deutschland und Europa die genannten Metalle und Materialen zwingend, um ihre Klimaziele zu erreichen.
Seltene Erden: Von der Leyen kritisiert Abhängigkeit von China
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das Problem kürzlich so auf den Punkt gebracht: „Wir importieren Lithium für Elektroautos, Platin für die Wasserstoffproduktion, Silizium für Solarmodule. 98 Prozent der Seltenen Erden, die wir brauchen, kommen von einem einzigen Zulieferer – China. Und das ist nicht nachhaltig.“