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Nayib Bukele El Salvadors neuer Staatschef ist gerade einmal 37 – und hochumstritten

Der junge Politiker Nayib Bukele ist neuer Präsident von El Salvador. Für viele ist er ein Heilsbringer, für andere ein Populist ohne Überzeugungen.
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Der junge Politiker hat den amtierenden Linken Salvador Sánchez Serén als Präsidenten abgelöst. Quelle: dpa
Nayib Bukele

Der junge Politiker hat den amtierenden Linken Salvador Sánchez Serén als Präsidenten abgelöst.

(Foto: dpa)

CaracasNayib Bukele trägt nur ganz selten eine Krawatte, kaum Anzüge. Mit seinem Bart und der schwarzen Lederjacke ähnelt er eher einem Start-up-Gründer als einem Präsidenten. Und doch steht der konservative Politiker Bukele, 37, jetzt El Salvador vor, dem kleinsten Land Zentralamerikas.

Am vergangenen Sonntag hat er Historisches vollbracht – er hat in El Salvador den linken Präsidenten Salvador Sánchez Serén abgelöst. Der junge Politiker Bukele, einst linker Bürgermeister der Hauptstadt San Salvador, trat diesmal für die Partei GANA an, eine Absplitterung der ultrarechten ARENA-Partei. Sein Wahlkampf galt der jungen Generation: viel Internet, ganz viel soziale Netzwerke, aber kaum Debatte, Interviews und traditioneller Wahlkampf. Das kam in dem Land gut an. Bukele, der aus einer libanesischen Einwandererfamilie stammt, gewann die Abstimmung im ersten Wahlgang mit 53 Prozent der Stimmen. „Wir können mit ganzer Sicherheit bekanntgeben, dass wir die Präsidentschaft in der ersten Runde gewonnen haben“, wurde Bukele von seiner Partei auf Twitter zitiert. Was er will? Mit der Korruption in dem von Gewalt geschundenen Land aufräumen.

Um seinen Erfolg zu verstehen, sind zwei Dinge wichtig. Zum einen das Versagen der abgewählten linken Regierungspartei FMLN, die einst aus der gleichnamigen Bürgerkriegsguerilla hervorgegangen ist. Der scheidende Präsident hat nichts an den Problemen El Salvadors verändern können. Wer kann, flüchtet in die USA. Zum anderen ist der Bürgerkrieg in dem Land (1980 bis 1992) den jungen Wählern nur noch aus Erzählungen bekannt, aber die Polarisierung zwischen rechts und links dominierte bislang noch immer Politik und Parteienlandschaft.

Dies hat Bukele verändern können. Er hatte einst sein Jurastudium abgebrochen, um die Werbeagentur seines Vaters zu übernehmen. Kritiker werfen dem neuen Präsidenten vor, er sei ein klassischer Populist, der keine Ideologie habe, aber bei den Wählern sehr gut an das Gefühl appelliere, gegen das Establishment und die traditionellen Parteien zu sein. Zudem habe er sich im Wahlkampf um eine klare Aussage gedrückt, wie er die Probleme des Landes angehen wolle. Jetzt muss er zeigen, was er kann. Klaus Ehringfeld

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