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Nervosität beim Weltjugendtag Nach Bombenentschärfung verfährt sich das Papst-Auto

Es war ein improvisiertes Bad in der Menge, doch Franziskus genoss die Nähe zu den Gläubigen in Rio. Sein Auto hatte eine falsche Route genommen und geriet in Bedrängnis. Zuvor hatte die Polizei eine Bombe entdeckt.
23.07.2013 Update: 23.07.2013 - 12:28 Uhr Kommentieren

Papst löst Proteste aus

Rio de Janeiro Begleitet von Chaos und einigen Sicherheitsbedenken ist Papst Franziskus bei seiner Ankunft am Zuckerhut gefeiert worden. Vier Monate nach seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Weltkirche wurde er am Montag in Brasilien von einer begeisterten Menge begrüßt und geradezu bedrängt. Den Sicherheitskräften gelang es zeitweise nicht, die Papstfans auf Distanz zu halten, was Franziskus zu gefallen schien.

Zum Auftakt seines einwöchigen Besuches zum Weltjugendtag in Rio fuhr der 76-Jährige nach der Landung am Flughafen demonstrativ in einem Kleinwagen ins Zentrum. Doch das Auto blieb im Verkehr stecken. Mehrfach wurde es von Hunderten Menschen umringt und blockiert. Schuld am ungeplanten Bad in der Menge war wohl ein Fehler des Fahrers.

„Es gab einen Moment, in dem das Auto eine falsche Route genommen hat und stecken blieb“, sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi. „Das war ein etwas schwieriger Augenblick. Aber es war der Moment, in dem der Papst den Enthusiasmus der Leute sehen konnte“, fügte Lombardi hinzu. Durch das heruntergekurbelte Autofenster warfen Gläubige Briefe und Geschenke auf die Rückbank. Der Papst habe die Begeisterung genossen, gelächelt und keine Angst gehabt, so Lombardi.

Wenige Stunden vor der Ankunft des Papstes hatte die Polizei einen selbst gebauten Sprengsatz im Wallfahrtsort Aparecida (Bundesstaat São Paulo) entdeckt. Die Bombe war bei einer Sicherheitsübung nahe der Kirche ausfindig gemacht worden, in der Franziskus am Mittwoch zu einer Messe erwartet wird. Der Sprengsatz befand sich in einer Toilette auf einem nahen Parkplatz, Experten machten ihn unschädlich. Zu keiner Zeit habe Gefahr für die erwarteten Pilger bestanden, teilte die Polizei mit.

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    In Rio ist ein massives Polizei- und Militäraufgebot im Einsatz. Am Montagabend gerieten am Rande des Besuches kurzzeitig Randalierer und Sicherheitskräfte aneinander. Dabei wurde ein Polizist nach offiziellen Angaben durch einen Molotow-Cocktail verletzt. Auch ein Journalist habe Verletzungen durch einem Brandsatz erlitten, berichtete der Fernsehsender Globo.

    Die Polizei setzte den Angaben zufolge Gummigeschosse ein. Fünf Festnahmen wurden gemeldet. Zuvor hatten einige hundert Menschen von verschiedenen Gruppen gegen den Papstbesuch und den Einfluss der Kirche protestiert.

    Jugendtreffen im aufgeheizten Brasilien
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