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Neue Anschlagsserie Londoner Bomben sollten töten

Vier neue Bombenexplosionen haben London in Angst und Schrecken versetzt. Auch diesmal waren U-Bahnen und ein Bus das Ziel. Doch die neue Serie verlief glimpflich. Gleichwohl sagt Polizeichef Blair: Die Bomben sollten töten.
Polizisten auf dem Weg in die Londoner U-Bahn-Station Shepherd's Bush, um mit Spürhunden nach weiteren Sprengsätzen zu suchen. Foto: dpa

Polizisten auf dem Weg in die Londoner U-Bahn-Station Shepherd's Bush, um mit Spürhunden nach weiteren Sprengsätzen zu suchen. Foto: dpa

HB BERLIN. Die Bomben in drei U-Bahnen und einem Bus waren nur von geringer Sprengkraft. Opfer gab es keine, jedoch einige Leichtverletzte. Terrorismusexperten gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um Trittbrettfahrer handelt. Der Chef der Londoner Polizei, Sir Ian Blair, sagte am Abend: "Die Absicht war es, zu töten. Diese Absicht haben die Terroristen aber nicht in die Tat umsetzen können." Einige der Sprengsätze seien nicht explodiert.

Blair erklärte zugleich, zwei Festnahmen am Nachmittag in London stünden nicht um Zusammenhang mit den Anschlägen. Ein Mann war vor der Downing Street, dem Sitz von Premierminister Tony Blair, von Polizisten mit vorgehaltenen Maschinenpistolen festgenommen. Zu dem anderen Festgenommenen liegen keine näheren Informationen vor. Polizeichef Blair versicherte jedoch, die Ermittlungen zu der neuen Anschlagsserie stünden vor einem "bedeutenden Durchbruch".

Berichte über einen penetranten Geruch nach den Explosionen kommentierte Blair mit den Worten, nichts deute auf einen Chemiewaffenanschlag hin. Die Bomben seien anscheinend "recht konventionell" gewesen. "Das sind kleinere Sprengsätze, von denen einige nicht richtig losgegangen sind", erläuterte er. Die Bomben seien aber fast gleichzeitig explodiert.

Die neuen Anschläge trafen die Metropole ins Mark. Zahlreiche U-Bahnstationen wurden vorübergehend evakuiert und scharenweise in Panik geratene Fahrgäste aus den Waggons geholt. Das Regierungsviertel Whitehall wurde kurzzeitig abgesperrt.

Der U-Bahn-Fahrgast Ivan McCracken sagte dem Sender Sky News, in seiner U-Bahn sei kurz vor der Station Warren Street ein Rucksack explodiert. Auch in der BBC sagte eine Frau, in ihrem Zug sei ein Rucksack explodiert. „Es gab einen großen Knall“, sagte sie. Andere Augenzeugen berichteten an zwei U-Bahnstationen, sie hätten jeweils gesehen, wie einen Mann einen Rucksack abgestellt habe und davongerannt sei.

Bei den Selbstmordanschlägen vom 7. Juli in drei Londoner U-Bahnen und einem Bus waren 56 Menschen ums Leben gekommen, etwa 700 wurden verletzt.

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