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Neue Kritik aus China "Dem Westen fehlt es an Verantwortung"

Nach der Herabstufung der USA wird Chinas Kritik am Westen immer harscher. Staatsmedien werfen den "entwickelten Ländern" vor, weltweit das Wirtschaftswachstum zu gefährden und ihre Verantwortung nicht wahrzunehmen.
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Eine Wechselstube in Hongkong. Die chinesische Nachrichtenagentur bringt eine neue, stabile und global abgesicherte Leitwährung ins Gespräch. Quelle: AFP

Eine Wechselstube in Hongkong. Die chinesische Nachrichtenagentur bringt eine neue, stabile und global abgesicherte Leitwährung ins Gespräch.

(Foto: AFP)

PekingChinesische Staatsmedien haben am Montag scharfe Kritik an den hohen Staatsschulden in den USA und der Europäischen Union geübt. Die „entwickelten Länder“ gefährdeten weltweit das Wirtschaftswachstum, „weil sie ihre Verantwortung nicht wahrnehmen“, schrieb die „Volkszeitung“, das offizielle Organ der Kommunistischen Partei Chinas. Der Westen müsse „seinen Mut zusammennehmen, um politische Fesseln zu zerschneiden und die Zusammenarbeit mit den Schwellenländern zu verstärken."

Die Absenkung der US-Kreditwürdigkeit sorgt in China, dem mit Abstand größten Gläubiger der USA, für Beunruhigung und einen immer harscheren Ton in der staatlichen Presse. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua rief die US-Politiker dazu auf, einander nicht länger zu zerfleischen. Sie bezog sich damit auf den erbitterten Schuldenstreit, den sich die Demokratische Partei von Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner über Wochen in Washington lieferten.

Am Samstag hatte Xinhua geschrieben, Peking habe „jedes Recht“, eine Lösung des US-Schuldenproblems zu verlangen. Washington könne nicht länger über neue Schulden aus den selbst verursachten „Schlamasseln“ herausgekommen. Xinhua brachte zudem „eine neue, stabile und global abgesicherte“ Leitwährung ins Gespräch, „um eine durch ein einzelnes Land bedingte Katastrophe abzuwenden“.

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2 Kommentare zu "Neue Kritik aus China: "Dem Westen fehlt es an Verantwortung""

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  • Die Chinesen beginnen zu begreifen, das Ihr Reichtum am Währungsreserven nur ein Schein ist und dass am Ende sie selber die Zeche bezahlen müssen, die sie mit ihrem wettbewerbsverzerrenden Staatskapitalismus verursacht haben. Gerecht genug!

  • Bevor die chinesische Führung Kritik übt, sollte sie sich erst einmal in Demut üben und fragen, inwiefern der wettbewerbsverzerrende chinesische Staatskapitalismus mit seinen ganz eigenen Regeln und die Unterlassung der Freigabe des Yuan-Wechselkurses nicht auch Ursache der massiven Schieflage der globalen Marktwirtschaft sind.
    Belehrungen aus der KPCh braucht hier wahrlich niemand, schon gar nicht über Verantwortung.