Neue Namen für Trumps Kabinett Blankes Entsetzen

Donald Trump hat weitere Posten seines Kabinetts vergeben. Neben einem früheren Guantánamo-Leiter ist auch ein Leugner des Klimawandels unter den Namen. Ausgerechnet letzterer wird Chef der Umweltbehörde.
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Trump befördert früheren Guantánamo-Leiter

San Francisco/New YorkDonald Trump hat einen energischen Befürworter von Kohle und Gas als Chef der mächtigen Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency ) nominiert. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Oklahoma, Scott Pruitt, soll die Behörde leiten. Doch selbst Amtskollegen warnen vor ihm: „Scott Pruitt ist ein gefährlicher und unqualifizierter Kandidat“, kommentierte der Generalstaatsanwalt von New York, Eric Schneiderman. „Als Generalstaatsanwalt von Oklahoma hat Pruitt konstant in seiner Aufgabe versagt, die Qualität der Luft und des Wassers zu schützen. Stattdessen hat er als Agent der Öl- und Gasindustrie zu Lasten der amerikanischen Bevölkerung gehandelt – jedes Mal.“

Sechs Jahre lang verwendete Pruitt alle Macht darauf, als oberster Strafverfolger des stark von Öl- und Kohle abhängigen Bundesstaats gegen eben jene Behörde anzukämpfen, die er künftig leiten soll. Er war zudem einer der Architekten des Kampfes gegen Obamas „Clean Power Plan“. Zusammen mit anderen Bundesstaaten klagte er, um ein Regierungsprogramm zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes aus Kraftwerken aufzuhalten. Das Vorhaben bezeichnete Pruitt als „Krieg gegen die Kohle“.

Pruitt glaubt nicht an den menschengemachten Klimawandel und leugnet ihn offen. In einer Zeitungskolumne schrieb er, die Debatte darüber sei „noch lange nicht vorbei“. Der zukünftige Präsident Trump hatte während des Wahlkampfs ebenfalls den Klimawandel geleugnet.

Bei einem Interview mit der „New York Times“ nach seinem Wahlsieg hatte Trump dann allerdings eingeräumt, es könnte „eine gewisse Verbindung“ zwischen dem menschlichen Handeln und der Erderwärmung geben. Die Wahl Pruitts lässt diese Äußerung als Floskel erscheinen.

Die Umweltorganisation Sierra Club merkte zu der Entscheidung für Pruitt lakonisch an, man könne auch gleich „einen Brandstifter mit der Brandbekämpfung beauftragen“. Die EPA beschäftigt rund 17.000 Menschen und ist in jüngster Zeit durch ihre Ankläger-Rolle im VW-Dieselskandal bekanntgeworden.

Tatsächlich steckt der Immobilienmilliardär Trump in Energiefragen in einem Dilemma: Er hatte den Beschäftigten der Kohle- und Ölindustrie versprochen, er werde fossile Brennstoffe massiv fördern, um Amerikas Energieabhängigkeit vom Ausland zu verringern und „Millionen gut bezahlter Jobs“ zu schaffen. Doch das Interesse an Kohle nimmt weltweit immer weiter ab. Der dramatische Verfall der Ölpreise und der Aufstieg der Sonnen- und Windenergie sorgen für Krisenstimmung in der Ölbranche.

Neben Pruitt hat Trump bereits einen weiteren Fossil-Fan in sein Team geholt: Der Milliardär Wilbur Ross, der künftige Handelsminister, hat mit seinem Private-Equity-Fonds in Kohleunternehmen und ein großes Kohlekraftwerk in China investiert.

Klima-Skeptiker, Milliardäre und ein Wall-Street-Anwalt
Dan Coats
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Der künftige US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum Geheimdienstdirektor ernennen. Coats war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Berlin unter Präsident George W. Bush. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Als ehemaliger Senator vertrat der Konservative zudem den US-Bundesstaat Indiana im Kongress.

Jay Clayton
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Neuer Chef der US-Börsenaufsicht wird unter US-Präsident Donald Trump Jay Clayton. Clayton ist ein Mann der Wall Street. Er arbeitet bisher als Wirtschaftsanwalt in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell. Unter anderem war er an den Vorbereitungen für den Börsengang des riesigen chinesischen Internethändlers Alibaba beteiligt.

Robert Lighthizer
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Anfang Januar wurde bekannt, dass Donald Trump den 69-jährigen Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten der US-Regierung machen will. Lighthizer gilt als scharfer Kritiker der Handelsstrategien Chinas und als Protektionist. Der Politikveteran hat als Handelsattaché in der Reagan-Ära zahlreiche bilaterale Abkommen ausgehandelt und den Umfang unfairer Einfuhren in die USA deutlich reduziert.

Carl Icahn
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Trump wird sich zukünftig beim Starinvestor Carl Icahn Tipps zu Regulierungsfragen holen. Icahn wird kein offizieller Regierungsmitarbeiter und für seine Dienste auch nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher. Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will. Icahn ist Großaktionär mehrerer Konzerne und vielen für ein aggressives Geschäftgebaren bekannt.

Peter Navarro
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Der durch seine Bücher wie „Tod durch China“ bekanntgewordene Ökonom Peter Navarro wird in den Nationalen Handelsrat des Weißen Hauses berufen. Der 67-jährige Wirtschaftsprofessor der University of California beriet Trump bereits im Wahlkampf. In seinem Buch „Tod durch China: Wie Amerika seine industrielle Basis verlor“, das die Grundlage für einen Dokumentarfilm lieferte, wirft er der Volksrepublik beispielsweise den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Innenminister: Ryan Zinke
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Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Infanterie-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, soll Außenminister werden. Das ist aus dem Umfeld von Donald Trump zu hören. Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Trump holt dritten General ins Kabinett
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40 Kommentare zu "Neue Namen für Trumps Kabinett: Blankes Entsetzen"

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  • @Herr Martin Wienand, 08.12.2016, 14:21 Uhr

    Sehr gut auf den Punkt gebracht, was Sie da zum Thema Dogmen schreiben.



  • @ Herr Holger Narrog - 08.12.2016, 11:15 Uhr

    Hallo Herr Narroq,

    von Glauben halte ich gar nichts. Weder an eine Ökoreligion, noch an Kapitalismus oder Kommunismus, noch an irgendeine glaubensorientierte Religion wie Christentum, Islam oder Judentum.

    Dogmen sind nichts für mich. Kosten mich nur Teile meiner Freiheit und meines Denkvermögens.

    Da bin ich viel zu wissenschaftlich orientiert. Wenn ich mich hinsetze und meditiere, folge ich klaren wissenschaftlichen erprobten Anweisungen und ich stelle Resultate fest.

    Ich gebe Ihnen ganz klar recht, wenn Sie sagen, dass der Mensch Spiritualität braucht. Nur anzunehmen, dass wir ein Stück Materie sind, die gelegentlich logisch denken kann und ein paar Emotionen hat, reicht nicht.

    Dahinter steht immer jemand, der das alles beobachten kann. Und darum geht es.

    Wenn Sie zudem noch den kleinen Satz. "Was du nicht willst, was man dir tut, das füge keinem anderen zu" einhalten können, sind Sie schon ziemlich aus dem Schneider. Und einige der großen Probleme der Welt finden gar nicht erst statt.

  • Die Gruppe frivoler Freimaurer, welche die Georgia guidestones aufgestellt hat, sagt klar wir sind schon massiv zu viele Menschen auf dem Raumschiff Erde! Der Ast auf dem wir sitzen heisst genetische Vielfalt sprich Biodiversität! Daran sägen wir wie die Wahnsinnigen. Das kommt garantiert schlecht!

    1. Halte die Menschheit unter 500.000.000 in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur
    2. Lenke die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern
    3. Vereine die Menschheit mit einer neuen, lebendigen Sprache
    4. Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition und alles Sonstige mit gemäßigter Vernunft
    5. Schütze die Menschen und Nationen durch gerechte Gesetze und gerechte Gerichte
    6. Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten selbst/intern regeln und internationale Streitfälle vor einem Weltgericht beilegen
    7. Vermeide belanglose Gesetze und unnütze Beamte
    8. Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen/sozialen Pflichten
    9. Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe – im Streben nach Harmonie mit dem Unendlichen
    10. Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde – lass der Natur Raum – lass der Natur Raum

    Dies sollten unsere zehn Gebote sein! Mein Lieblingsgebot ist natürlich Nummer sieben :)

  • Herr Martin Wienand,
    ich geb Ihnen recht. In Deutschland ist es jetzt schon zu voll.
    Bin erst am Dienstag von München nach Karlsruhe gefahren.....

  • Hallo Herr Wienand, wenn Sie sich abseits der Deutschen Ballungsgebiete, beispielsweise in die Pfalz, begeben finden Sie auch in Deutschland recht dünn besiedelte Landschaften.
    Wenn Sie mit dem Auto durch Kanada fahren finden Sie abseits Toronto und Vancouver Strecken wo Sie 2 Autos/Stunde begegnen. Wenn Sie über die Sahara, oder Sibirien fliegen, können Sie lange fliegen ohne menschliche Spuren zu sehen.

    Insgesamt meine ich, dass es auf dem Planeten noch sehr viel Platz gibt.

  • @ Herr Holger Narroq,

    Sie wollen 20 Milliarden hier auf dem Planeten?

    Sorry, mir ist es jetzt schon zu eng.

  • Herr Wienand, Horn, Grande...

    Die Anzahl der Menschen die auf dem Planeten leben können hängt vom technischen Entwicklungsstand derselben ab.

    Im Mittelalter waren es < 1 Mrd. Menschen. In Deutschland (Deutsches Reich) hatten 18 Mio. Menschen Mühe zu leben. Die Wälder waren am Ende. Mit der Industrialisierung können jetzt 7 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Ich hoffe dass bald 20 Mrd. Menschen hoffentlich komfortabel auf diesem Planeten leben können.

    Es bedarf der Energie, fossile Brennstoffe einschliesslich Methanhydrat können den Bedarf für einige hundert Jahre decken. Die umweltfreundliche und zukunftsträchtige Kernenergie kann einen steigenden Energiebedarf zu erträglichen Kosten einige Millionen Jahre decken.

    Man kann Meerwasser entsalzen und Wüsten nutzen, Gewächshäuser mit sehr hohen Erträgen einrichten, mittels Gentechnik Nutzpflanzen optimieren.

    Das grösste Risiko ist dem Menschen der Mensch. Kriege und destruktiver Glauben wie die Ökoreligion sind der Menschheit grösster Feind.

  • >> Blankes Entsetzen >>

    wird demnächst auch an Gesichtern der sogenannten europäischen "ELITEN" abzulesen sein, denn all die Lügenmärchen, mittels derer sich diese Eliten die TASCHEN auf Kosten ihrer Völker gefüllt haben, werden zusammenbrechen.

    Und davor graust es dieses Establishment.

    - Klimalüge, Erwärmung durch CO2

    - Kriege im Nahen Osten, von "ELITEN" angezettelt

    - Euro, der zusammenbrechen wird

    - Sklaverei auf dem Arbeitsmarkt, Prekärbeschäftigung

    - Verarmung der Rentner

    - Arbeitslosigkeit, in ASA um die 40 %, in Europa um die 35 %

    und vieles mehr wird RICHTIGGESTELLT !

    Bei den nächsten Wahlen kommen dann die Quittungen für die VERARSCHE !

  • Die hier schreibenden Klimaschützer leben von der Luft und der Liebe natürlich ohne Profite u.s.w. Nur merkwürdige Leute wie Investoren richten sich nach Erträgen natürlich im Ausland. Die eigene Produktion ist Klimaschädlich und muß
    weg, man lebt ja von..von was eigentlich ? Deshalb Kohle, Öl, Gas, Stahl, Schiffe
    und all das böse Zeug bedeuten den Wohlstand für Europa. Kaufen sie Aktien, kassieren sie Dividenden, sorgen sie mit ihren Geld für moderne Arbeitsplätze
    und daraus folgen für den Umweltschutz.

  • @ Herr Wienand

    Ich fürchte, daß Ihr Vorschlag mit der Geburtenkontrolle ein wenig zu spät kommt. Die Politik scheint mir vpr der Entwicklung kapituliert zu haben un den Kontinent Europa afrikanisieren zu wollen. Ist ja auch verständlich, bei einer Geburtenrate von 4,7 Kinder pro afrikanischer Frau.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article144603847/Afrikas-Bevoelkerung-vervierfacht-sich.html

    Bis 2100 sollte alleine die Bevölkerung des afrikanischen Kontinents sich auf 4,4 MRD Menschen fast vervierfachen.

    Wir schaffen das!

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