Neue Regeln China geht gegen geschönte Bankbilanzen vor

Schon bald will China schärfere Regeln für seine Banken einführen, geschönte Bilanzen sollen so bekämpft werden. Dabei sind neue Vorschriften für Einlagen, die viele Institute zum Monatsende aufblähen.
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Schwache Wirtschaftsdaten hatten zuletzt auch Zweifel aufkommen lassen, dass das chinesische Wachstum das Ziel der Regierung von 7,5 Prozent in diesem Jahr erreichen wird. Quelle: AFP

Schwache Wirtschaftsdaten hatten zuletzt auch Zweifel aufkommen lassen, dass das chinesische Wachstum das Ziel der Regierung von 7,5 Prozent in diesem Jahr erreichen wird.

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ShanghaiChinas Aufsicht will das Finanzsystem mit schärferen Regeln für Banken stabilisieren. Sie setzt dabei den Hebel bei den Vorschriften für Einlagen an, die viele Institute zum Monatsende aufblähen. Damit können sie ihre Kreditvergabe erhöhen. Mit der Entscheidung der staatlichen Regulierungskommission CBRC vom Montag wird dieser Praxis ein Riegel vorgeschoben. Demnach darf das Volumen der Einlagen künftig zum Monatsende nicht mehr als drei Prozent über dem durchschnittlichen Tagesniveau des jeweiligen Monats liegen.

Auch dürfen die Geldinstitute nicht mehr mit hochverzinsten Lockangeboten ihre Einlagen kurzfristig anschwellen lassen. Banken hatten damit dafür gesorgt, dass zum Stichtag Monatsultimo wegen der hohen Zahl von Einlagegeldern auch die Kreditvergabe üppiger ausfallen konnte. Dies führte zu einem Jo-Jo-Effekt: So kam es vielfach im letzten Monat eines Quartals zu einer stark anziehenden Darlehensvergabe, während sie zu Beginn des nächsten Vierteljahres absackte. Dies hatte immer wieder Sorgen ausgelöst, die Wirtschaft als Ganzes könne einbrechen.

Schwache Wirtschaftsdaten hatten zuletzt auch Zweifel aufkommen lassen, dass das chinesische Wachstum das Ziel der Regierung von 7,5 Prozent in diesem Jahr erreichen wird. Mehrere Großbanken schraubten ihre Erwartungen zuletzt zurück: So rechnen die Volkswirte der Schweizer UBS nur noch mit 7,2 Prozent, die Ökonomen des britischen Geldhauses Barclays mit 7,2 und die Experten des niederländischen Instituts ING mit 7,4 Prozent.

  • rtr
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