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„Neue Seidenstraße“ Conte: Italiens Abkommen mit China ist kompatibel mit EU und Nato

Die geplante Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Italien und China ist laut Conte mit Italiens Position in der EU und der Nato vereinbar.
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Italiens Ministerpräsident sieht sein Land „deutlich weniger gefährdet“, von China vereinnahmt zu werden. Quelle: dpa
Giuseppe Conte

Italiens Ministerpräsident sieht sein Land „deutlich weniger gefährdet“, von China vereinnahmt zu werden.

(Foto: dpa)

RomDie geplante Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Italien und China ist nach Meinung von Ministerpräsident Giuseppe Conte keine Gefahr für die Beziehungen Roms mit seinen westlichen Bündnispartnern. Das Abkommen sei „rein wirtschaftlich und kommerziell“ und mit Italiens Position in der Europäischen Union und der Nato vereinbar, sagte Conte der Tageszeitung „Corriere della Sera“ in einem Interview.

Italien plant, im Rahmen der umstrittenen chinesischen Initiative für eine „Neue Seidenstraße“ ein Abkommen mit China zu unterzeichnen, wenn Präsident Xi Jinping in der kommenden Woche Rom besucht. Damit würde Italien als erster G7-Staat das gigantische Infrastrukturprojekt des ostasiatischen Landes unterstützen.

Bei dem „Belt and Road“ (BRI) genannten Projekt geht es um milliardenschwere Investitionen in Wirtschaftskorridore unter anderem zwischen China und Europa.

Anders als andere Länder sei Italien als entwickelte Wirtschaftsmacht „deutlich weniger gefährdet“, von China vereinnahmt zu werden, sagte Conte der Zeitung. Seine Regierung werde die nationalen Interessen zum Schutz der strategischen Infrastruktur, einschließlich der Telekommunikation, mit „größter Wachsamkeit“ verteidigen. Dazu gehöre auch, „aggressive Investitionen sowie Transfers von Know-how und führenden Technologien zu vermeiden.“

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1 Kommentar zu "„Neue Seidenstraße“: Conte: Italiens Abkommen mit China ist kompatibel mit EU und Nato"

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  • Glaubt man den Presseberichten, dass das Seidenstraßenabkommen einen Passus enthält, dass Italien die Kerninteressen Chinas anerkennen würde, ist die Aussage, es sei ein rein wirtschaftlich/kommerzielles Abkommen falsch und widerlegt.
    Wenn er diese Aussagen der EU gegenüber trifft, sollten jetzt alle Alarmglocken schrillen.
    Man kann es als Europäer nicht tolerieren, seine Bürger nach Linientreue zu Scoren und gegebenenfalls die Reisefreiheit daraufhin einzuschränken.
    Das sind absolut rote Linien aus europäischer Sicht. Müssen sie jedenfalls sein, finde ich.
    Wenn Italien seine Seele verkaufen will, bitte. Eigentlich. Aber die EU darf dies nicht durchgehen lassen, sie muss die Italiener retten. Das hätte sie vor der Brexit-Wahl in GB auch tun müssen und können. Aber das ist eine andere Geschichte.