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Neue US-Nuklear-Doktrin Atomarer Erstschlag? Ja, aber!

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Dies soll selbst für den Fall gelten, dass diese Staaten die USA mit chemischen oder biologischen Waffen attackieren oder einen Cyberangriff unternehmen. Geschehe dies, werde man sich mit konventionellen Waffen zur Wehr setzen, sagte Obama in einem Interview mit der „New York Times“. Ein Sprecher aus dem Weißen Haus schränkte jedoch ein, dass man sich die nukleare Option aber auch weiterhin vorbehalte, sollte etwa ein massiver biologischer Angriff die USA verwundbar machen.

Obama selbst sagte: „Ich werde alle Instrumente erhalten, die nötig sind, damit die Amerikaner sicher sind.“ Die Option eines Erstschlags will der Präsident also offenbar nicht gänzlich aufgeben. Damit provoziert er die Enttäuschung von ihm nahestehenden liberalen Kreisen. Konservative Kritiker halten ihm dagegen vor, eine naive Politik zu verfolgen und die Sicherheit der Vereinigten Staaten zu gefährden. Der konservative „Drudge-Report“, der online erscheint, titelte bereits sarkastisch: „Keine Atomwaffen, nicht einmal zur Selbstverteidigung“.

Tatsächlich verlangt die neue Strategie ein radikales Umdenken und eine Abkehr von Konzeptionen, die im Grunde seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gegolten hatten. Die neue Linie entstand in mehr als 150 Treffen mit Sicherheitsexperten, in die sich Obama persönlich mehrfach einschaltete. Nach Angaben der „New York Times“ hat sich der US-Präsident mit der Verpflichtung, auf die Entwicklung neuer Atomwaffen zu verzichten, auch über Verteidigungsminister Robert Gates hinweggesetzt, der den USA diese Möglichkeit ausdrücklich lassen wollte. Allerdings proklamiert die neue Strategie noch immer, dass der Besitz von Atomwaffen in erster Linie zur Abschreckung eines Atomangriffs dienen soll.

Der entscheidende Test für die neue Politik dürfte der weitere Umgang mit Iran sein. Im Interview gab sich Obama entschlossen, die Vereinten Nationen zu harten Sanktionen gegen Teheran zu drängen. Solche Maßnahmen müssten „Biss haben“, sagte er. Gleichzeitig wollte sich der Präsident jedoch nicht die Formulierung von Außenministerin Hillary Clinton zu eigen machen, die von Sanktionen sprach, die den Iran „lahmlegen“ sollten. Ebenfalls auf Distanz ging Obama in der Frage, ob er die Einschätzung Israels teile, dass ein Iran mit der Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen bereits genauso gefährlich sei wie ein Iran, der Atomwaffen de facto schon besitze.

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    2 Kommentare zu "Neue US-Nuklear-Doktrin: Atomarer Erstschlag? Ja, aber!"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn die von Abrüstung reden, machen die genau das Gegenteil (vgl. Gary Allen, "Die insider"!

      Die Rockefellers/Rothschilds haben vier Möglichkeiten ihre diktatorische Weltregierung als Hort der Stabilität etc. zu propagieren und durchzusetzen:
      - Weltklima (http://www.youtube.com/watch?v=hU-Nj672WDA)
      - Weltkrieg (vgl. Jan van Helsing, "Der dritte Weltkrieg")
      - weltweiter Wirtschaftskollaps
      - Außerirdische als bedrohung der Weltsicherheit zu inszenieren (vgl. http://www.seelenkrieger.org/ unteres Drittel)

      Aufwachen und David icke, "Das größte Geheimnis" lesen!

    • iran verstösst gegen welche Regelungen ?

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